Die Spieler des Niederdeutschen Theaters Delmenhorst nennt Regisseur Christoph Jacobi „gestandene Theaterpferde“. Foto: Eckert
NTD

Ernstes Thema heiter gespielt

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Das Lustspiel „Keen Utkamen mit‘t Inkamen“ beschäftigt sich mit Altersarmut.

Das Niederdeutsche Theater Delmenhorst (NTD) konnte sich für die zweite Inszenierung der aktuellen Spielzeit mit Christoph Jacobi einen Gastregisseur sichern, der selbst einiges an Erfahrung mitbringt. So inszenierte Jacobi bereits für die Shakespeare Company in Bremen und das Schnürschuhtheater. Vor allem als Schauspieler hat er sich einen beachtlichen Bekanntheitsgrad erarbeitet.

Die zweite der insgesamt drei Produktionen der Spielzeit 2019/2020 behandelt mit „Keen Utkamen mit‘t Inkamen“ (Kein Auskommen mit dem Einkommen) einen etablierten Klassiker der niederdeutschen Theaterszene. In dem ursprünglich 1957 von Fritz Wempner verfassten Dreiakter geht es um eine durchaus ernste Thematik, die auch heute nichts an Aktualität eingebüßt hat: Altersarmut.

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Das Rentnerehepaar Bodendiek beschließt ob der anhaltenden Geldnot schlicht die eigene Stube zu vermieten. Letzten Endes ziehen aber gleich zwei junge Leute in dasselbe Zimmer – diese wissen jedoch nichts voneinander. So nimmt ein Potpourri der Verwechslungskomödie ihren Lauf.

Regisseur Jacobi bezeichnet das Stück als „feinsten Komödienstoff“, den er mit Augenmerk auf drei Kernaspekte inszeniere: Pointe, Schnelligkeit und Gefühl. Also drei wichtigen Bestandteilen guten Schauspiels, der Anspruch ist entsprechend hoch. Doch die Arbeit in Delmenhorst mache dem Bremer Spaß. Er freue sich über die Professionalität der Beteiligten, nennt sie „gestandene Theaterpferde“.

Diese Bezeichnung erfüllt Dirk Wieting, Vorsitzender des NTD, sichtbar mit Stolz. Auch er freut sich über die Arbeit mit Jacobi und spricht an, dass es dem NTD wichtig sei, stetig neue Impulse in ihr Programm zu geben, was auch mit neuen Zusammenarbeiten wie der mit Jacobi erreicht werde. Über das Lustspiel selbst sagt Wieting: „Viele Stücke kommen und gehen im Laufe der Jahre, dieses hier ist ein absoluter Klassiker.“

Die Inszenierung schaffe, sind sich Wieting und Jacobi einig, einen ernsten Rahmen, der aber sehr unterhaltsam und komisch gefüllt werde. Die Spielfassung des NTD wurde aus den 50er Jahren in die späten 80er verlegt, Jacobi verspricht eine zügige Inszenierung.

Karten kaufen

Der Vorverkauf für die Karten hat bereits begonnen, Wieting empfiehlt, bei Interesse direkt Plätze für das Theatercafé mit zu reservieren. Die Premiere wird am Sonnabend, 11. Januar 2020, ab 20 Uhr im Theater „Kleines Haus“, Max-Planck-Straße, begangen. Weitere Termine, Informationen und Karten gibt es bei der Konzert- und Theaterdirektion des Theaters, per Telefon unter 04221 / 16 56 5, im Internet unter ntd-del.de oder bei EVENTIM.

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