Die Landesbeauftragte Monika Scherf nahm den Preis gemeinsam mit dem Osterholzer Landrat Bernd Lütjen aus den Händen von Verkehrs- minister Andreas Scheuer (v.l.) entgegen. Foto: red Die Landesbeauftragte Monika Scherf nahm den Preis gemeinsam mit dem Osterholzer Landrat Bernd Lütjen aus den Händen von Verkehrs- minister Andreas Scheuer (v.l.) entgegen. Foto: red
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Modellregion Wasserstoffwirtschaft: Osterholz dabei

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Elf Landkreise Nordostniedersachsens bilden ein Netzwerk und wurden als Hy-Expert-Modellregion ausgezeichnet.

Experten sind sich einig: Die Elbe-Weser-Region hat großes Potenzial für eine wachsende Wasserstoffwirtschaft. Eine positive Zwischenbilanz zogen am Dienstag dieser Woche Vertreter von Land, Kommunen und aus der Wirtschaft bei einem Treffen in Stade. Am Donnerstag wurde das Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen dann als sogenannte Hy-Expert-Modellregion ausgezeichnet. Damit verbunden fließt eine Förderung in Höhe von 300.000 Euro in die Region.

„Ich freue mich sehr, dass unser Wettbewerbsbeitrag die Jury überzeugen konnte“, sagte die Landesbeauftragtte Monika Scherf bei der Preisübergabe in Berlin. Das Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen ist eine von drei Regionen in Niedersachsen, die diese Förderung bekommen. Bundesweit sind es 13.
Auch Bernd Lütjen, er war stellvertretend für die Landkreise mit in die Hauptstadt gekommen, freut sich. Die Anerkennung zeige, „dass wir bei hoch innovativen Themen auf der Höhe der Zeit agieren“. Der Landkreis Osterholz fungiert als Koordinator des Projektes.

Nordostniedersachsen nachhaltig gestalten

Entstanden war das Netzwerk im Jahr 2018 auf Initiative der Industrie- und Handelskammer Stade und des niedersächsischen Ministeriums für regionale Entwicklung. Das Interesse der Unternehmen war sofort groß, mehr als 50 Partner gehören mittlerweile dem Konsortium an – Tendenz steigend.
Konkret geht es in einem ersten Schritt darum, den Lastverkehr in Nordostniedersachsen nachhaltiger zu gestalten. Dazu sollen die regionale Erzeugung von Wasserstoff aus Windkraft und Biogas und der Lkw-Verkehr zusammengebracht werden.

„Das ist ein großer Erfolg für unsere nordwestdeutsche Region und das Elbe-Weser-Dreieck, welche hervorragende Konzepte eingereicht haben und jetzt in Deutschland ganz vorne in der Wasserstoffwirtschaft mitspielen werden“, kommentierte Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur und Bundestagsabgeordneter aus Cuxhaven, die Entscheidung der Jury.

Wasserstoffwirtschaft optimistisch bewertet

Die Geschäftsstelle des Netzwerkes besteht schon seit dem 1. November vergangenen Jahres und wird vom Land gefördert. Eine Kofinanzierung dafür steuern die elf beteiligten Landkreise bei. „Selten gab es so viel Zuspruch für ein Thema, die Landkreise haben sich daher dazu entschlossen, auch die Fortsetzung des Projektes finanziell zu unterstützen“, erklärt Siegfried Ziegert von der Arbeitsgemeinschaft der Technologieförderer der Landkreise (Artie).

Die Voraussetzungen zur Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft im Elbe-Weser Raum werden optimistisch bewertet: Der weltweit erste Wasserstoffzug ist in Bremervörde beheimatet. Die ersten Nutzfahrzeuge werden bereits auf Wasserstoffantrieb umgerüstet. Darüber hinaus bietet die Region mit ihren zahlreichen Windkraftanlagen großes Potenzial für die Erzeugung gerade von „grünem“ Wasserstoff.

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