Die SPD-Fraktion in der Bürgerschaft will den Bremerhavener Abgeordneten Patrick Öztürk, gegen den die Staatsanwaltschaft ermittelt, jetzt aus ihren Reihen ausschließen. Symbolfoto/WR Frauen sind nicht in gleicher Zahl wie Männer im Parlament vertreten. Ein Parité-Gesetz könnte dies ändern. Symbolfoto: WR
Ansichtssache

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Ein Gastkommentar zur Einführung eines Parité-Gesetzes.

Doris Achelwilm, Bremer Bundestagabgeordnete Die Linke:

Frauen haben seit 100 Jahren das gleiche Wahlrecht wie Männer. Sie sind aber nach wie vor nicht zu gleichen Teilen in den Parlamenten vertreten. Wir kennen das Geschlechtergefälle aus vielen Bereichen: Frauen bekommen auf dem Arbeitsmarkt im Schnitt weniger, unbezahlte Aufgaben in der Familie hängen eher an ihnen. Wie ungleich Macht verteilt ist, zeigt sich im Bundestag durch deutlich mehr männliche Abgeordnete bei Union, FDP, AfD. Frauenanteil insgesamt: weniger als ein Drittel.

Während Frankreich ein Paritätsgesetz zur 50:50-Verteilung von Parlamentssitzen hat, Skandinavien gute Kita-Strukturen und Island ein Verbot diskriminierender Löhne, fristet die Gleichstellungspolitik der Bundesregierung ein Schattendasein. Es muss viel passieren, um alle Benachteiligungen von Frauen abzustellen. Weil Appelle nicht reichen, gehören gesetzliche Hebel für echte Gleichstellung in Parlamenten dazu.

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