Während des Zweiten Weltkriegs blieb auch die Georg-Gröning-Straße nicht von Bombenangriffen verschont. Dieses Foto ist nach an einem Luftangriff am 26. November 1943 an der Ecke zur Donandtstraße entstanden. Foto: Walter Cüppers/Staatsarchiv Bremen Während des Zweiten Weltkriegs blieb auch die Georg-Gröning-Straße nicht von Bombenangriffen verschont. Dieses Foto ist nach an einem Luftangriff am 26. November 1943 an der Ecke zur Donandtstraße entstanden. Foto: Walter Cüppers/Staatsarchiv Bremen
Serie

Georg-Gröning-Straße: Wissen Sie, wo Sie wohnen?

Von
In unserer Serie stellen wir die Persönlichkeiten und Geschichten hinter den Straßennamen vor:

Zwischen der Hollerallee und dem Schwachhauser Ring verläuft auf einer Länge von etwa 1,4 Kilometern die Georg-Gröning-Straße. Der mehr als einen Kilometer lange Straßenzug in Schwachhausen trägt laut eines Senatsbeschlusses seit 1890 den des einstigen Ratsherrn und Bremer Bürgermeisters Georg Gröning (1745 – 1825).

Schon Georg Grönings Vater Albert Gröning war Bürgermeister der Hansestadt. Georg studierte Rechtswissenschaft. Während dieser Zeit soll er laut eines Beitrags von Friedrich Prüser in der „Neuen Deutschen Biographie“ Johann Wolfgang von Goethe in Leipzig getroffen haben.

Lithografie von Georg Gröning, entstanden um 1820. Quelle: Staatsarchiv Bremen

Lithografie von Georg Gröning, entstanden um 1820. Quelle: Staatsarchiv Bremen

Wie sich später zeigt, wird Gröning noch weiteren bedeutenden Personen begegnen. Nach kurzer Tätigkeit als Jurist trat Georg Gröning die Nachfolge seines Vaters an und wurde Ratsherr. Das war 1781.

Ein Treffen mit Napoleon Bonaparte

Der junge Gröning galt als hervorragender Diplomat und war viel unterwegs, um sich für seine Heimatstadt einzusetzen. Zwischen 1796 bis 1808 soll er mehr auf Reisen als zu Hause gewesen sein. Der Niedersächsische Kreistag in Hildesheim, der Friedenskongress in Rastatt, Paris und London waren unter anderen seine Stationen.

In Frankreich traf er auf Napoleon Bonaparte. Im Reichsdeputationshauptschluss 1802/03, mit dem das Deutsche Reich vereinfacht gesagt neu geordnet wurde, setzte Gröning sich dafür ein, dass die Stadt Bremen selbstständig bleiben konnte.

Auch Gebäude gehen auf ihn zurück

Doch wenige Jahre später stand Bremen bis 1814 unter französischer Besatzung. Gröning soll in dieser Zeit zurückgezogen gelebt haben. Den für ihn vorgesehenen Sitz im Gesetzgebenden Körper des französischen Kaiserreichs nahm er nicht an. Im Sommer 1814 – nachdem sich die Franzosen zurückgezogen hatten – wurde Georg Gröning zum Bürgermeister von Bremen gewählt. 1821 trat er aus Alters- und Krankheitsgründen zurück. Er starb vier Jahre später.

Neben der Straße in Schwachhausen erinnern in der Region noch Bauwerke an Gröning. So ließ er das Landhaus Louisenthal in Horn bauen, und 1776 kaufte er das Dammgut in Ritterhude, das dann von Generation zu Generation in der Familie weitergegeben wurde.

 

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren...

Eine Antwort

  1. Michael Freudenberg sagt:

    Offenbar eine ebenso schöne wie interessante Serie. Als gebürtiger Bremer (1948 in der Klugkiststr.) habe ich jetzt über New York diesen schönen Artikel über Georg Gröning zu mir nach Neustadt i. Holstein bekommen. Sollte schon ein Artikel über Klugkist erschienen sein, wäre ich für die Zusendung dankbar. Sollte ein Artikel über diesen Herrn in der Zukunft erscheinen, würde dasselbe gelten….
    Ich freue mich über Nachrichten aus meiner Geburtsstadt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.