Die Personalprobleme der Polizei führen dazu, dass Streifenwagen beispielsweise in Huchting weniger pünktlich kommen als im Stadtzentrum. Foto: WR
Notruf

Hilfe dauert zu lange

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Der Bremer 110-Notruf ist verbesserungswürdig. Wo Bremer besonders lange auf die Polizei warten müssen:

In spätestens acht Minuten vor Ort sein, wenn Gefahr für Leib und Leben einer Person besteht oder wenn sich mutmaßliche Täter noch vor Ort befinden – das ist der Bremer Polizei im vergangenen Jahr in 82,5 Prozent aller 110-Notrufe gelungen.

Wie die Innenbehörde auf Anfrage der CDU-Fraktion in der Innendeputation in einem Bericht erklärte, unterscheidet sich die Quote dieser Fälle jedoch von Stadtteil zu Stadtteil erheblich.

Erhebliche Unterschiede zwischen den Stadtteilen

So weist die Abteilung Mitte-Süd mit 84,94 Prozent den besten Durchschnittswert auf. Unterschieden werden dabei die Stadtteile Mitte (92,71 Prozent) und Östliche Vorstadt (90,21 Prozent) sowie die Stadtteile links der Weser. Hier weisen besonders Huchting (67,07 Prozent) und Woltmershausen (68,56 Prozent) dagegen besonders niedrige Quoten auf. Im Bereich Ost unterscheiden sich etwa die Stadtteile Vahr (88,87 Prozent) und Horn (72,56 Prozent).

Personalprobleme als Grund

Polizeipräsident Lutz Müller erklärte in der Deputationssitzung auf Nachfrage: „Wenn es die Polizeireform nicht geben würde, sähen die Zahlen noch viel schlechter aus“. Die Unterschiede lägen auch daran, dass an Brennpunkten Fahrzeuge zusammengezogen werden.

Das Innenressort begründet die Quoten mit Personalproblemen. „Das für den 110-Prozess zur Besetzung der Einsätze erforderliche Personal steht insbesondere in den letzten Jahren nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung“, heißt es im Bericht.

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