Die Nilgans ist eine der invasiven Arten, die mit ihrer massiven Ausbreitung die heimische Tierwelt bedrohen. Foto: WR
Ansichtssache

Kommentar: Bremen hat ein Problem

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Ein Kommentar zur Ausbreitung von Nutria, Nilgans und anderen invasiven Arten:

Bremen hat ein richtiges Problem: Nachdem sich die Nutrias längst in der Fläche der Stadt ausgebreitet haben, lässt sich der Plage kaum noch Herr werden. Da wurde einfach zu lange gezögert und die vermehrungsfreudigen Nager zu spät ins Jagdrecht aufgenommen. Dabei gilt eigentlich ja auch in Bremen EU-Recht. Und das sieht bei mehreren invasiven Arten die Bejagung ausdrücklich vor, weil sie einen negativen Einfluss auf die heimische Tierwelt haben.

Das gilt nicht nur für den Nutria, der nicht nur zu einer Gefahr für die Deichsicherheit und den Bestand an Wasser- und Wiesenvögeln wird, sondern auch für die Nilgans, den Marderhund und den Waschbären. Alles stark invasive Arten, die in Deutschland längst zu einer Bedrohung für die heimische Tierwelt geworden sind. Da muss in Zukunft sicherlich der Jagddruck erhöht und gezielt mehr Fallen aufgestellt werden, damit sich die Zuwanderer nicht noch weiter verbreiten.


Zum Artikel:

Sogar in den Wallanlagen fühlen sich die Nilgänse heimisch. Bei einem der Pärchen sind sogar schon zehn Küken geschlüpft. Das wird zu einem Problem für alle anderen Wasservögel, die in der Brutzeit mit dem aggressiven Revierverhalten der Nilgänse konfrontiert werden.Foto: BollmannNilgänse und Nutria in der Bremer City
Massive Folgen für die Umwelt: Seltene heimische Arten und der Hochwasserschutz Bremens sind bedroht.

 

 

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