Die Feuerwehr hat einige Felder der Kuppel im Freizeitbereich sprengen müssen, damit der Rauch abziehen konnte. Dadurch hängen die großen Kunststoffbezüge nun herunter. Geschäftsführer Hans-Ulrich Salmen hofft auf eine schnelle Sanierung. Foto: Konczak Die Feuerwehr hat einige Felder der Kuppel im Freizeitbereich sprengen müssen, damit der Rauch abziehen konnte. Dadurch hängen die großen Kunststoffbezüge nun herunter. Geschäftsführer Hans-Ulrich Salmen hofft auf eine schnelle Sanierung. Foto: Konczak
Feuerwehreinsatz

Brandsanierung der Grafttherme wird teuer

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Im Technikkeller der Grafttherme hat es am Mittwochabend einen Schwelbrand gegeben.

Durch die Rauchentwicklung und den Ruß wurden sowohl der Schaltraum selbst als auch über die Lüftungsanlage einzelne Schwimmbereiche in der Grafttherme in Mitleidenschaft gezogen. Bis mindestens Ende Februar bleibt das Bad daher für Schwimm-, Bade- und Sauna-Gäste geschlossen. Wann genau wieder alle oder einzelne Bereiche der Grafttherme nutzbar sind, ist noch unklar.

„Die Feuerwehr musste mit einem heißen Draht einzelne Felder der Kuppel im Freizeitbereich sprengen, damit der Rauch abziehen konnte“, erklärt Hans-Ulrich Salmen, Geschäftsführer der Stadtwerke-Gruppe, die das Bad betreibt. Ein Fremdverschulden für den Brand schloss er aus. Durch den technischen Defekt sei die komplette Schaltlinie abgebrannt.

Teilbereiche nur mit Schutzkleidung begehbar

Bereits am Donnerstag habe es die ersten Gespräche für die bevorstehende Sanierung gegeben und erste Aufträge seien in Zusammenarbeit mit der Versicherung an Firmen vergeben worden. „Große Teilbereiche sind momentan nur mit entsprechender Schutzkleidung begehbar“, erläutert Salmen.

Wie hoch die Schadenssumme letztlich ist, konnte der Geschäftsführer noch nicht beziffern. „Es wird teuer“, bedauerte er. „Ich bin heilfroh, dass wir keine Personenschäden zu verzeichnen haben.“

Mitarbeiter haben Gäste kontrolliert aus dem Gebäude gebracht

Da sich der Schwelbrand am Mittwoch gegen 20.45 Uhr zugetragen hat, waren zu diesem Zeitpunkt nur noch etwa 20 Sauna-Gäste sowie etwa zehn Mitarbeiter in der Grafttherme. „Die Mitarbeiter haben koordiniert die Gäste mit ihren Habseligkeiten aus dem Gebäude gebracht“, sagt Salmen. Die Notfallpläne hätten vorzüglich gegriffen.

„Unser Bestreben ist es, das Bad schnell wieder zu eröffnen, insbesondere den Sauna und Wellnessbereich“, erklärt der Geschäftsführer. Die Eröffnung des neuen Kursbeckens werde allerdings durch das Unglück verzögert. „Die Technik und Lüftung hängen zusammen“, beschreibt Salmen die Situation.

Zudem müsse ein Chemiker zunächst Oberflächenabstriche nehmen und auch das Wasser in den Becken müsse kontrolliert werden, da durch die giftige Rauchentwicklung einiges kontaminiert worden sei. Die Umwälzung des Wasser durch die Filtersysteme bleibe zunächst angeschaltet.

„Die Wassertemperatur werden wir während der Sanierung langsam herunterfahren“, erläutert Salmen. Problematisch sei momentan, dass man die Entfeuchtungsanlage habe ausschalten müssen. Dadurch könne schnell Schimmel entstehen. „Wir müssen sehen, dass wir sie schnell wieder einschalten können.“

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