Der Pumpwerkturm am Schlüter Tief in Berne steht schon lange leer. Ideen zur alternativen Nutzung kommen etwa von der Stiftung Pro Artenvielfalt. Foto: Konczak
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Ein leerer Turm bleibt leer

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Der Nabu wollte einen Artenschutzturm erstellen, doch eine Einigung blieb jedoch aus.

Was könnte man mit alten Pumpwerktürmen anfangen, die seit Jahrzehnten nicht mehr benötigt werden und oftmals ungenutzt leer stehen? Dieser Frage hat sich die Stiftung Pro Artenvielfalt angenommen und deutschlandweit bereits mehrere verwaiste Türme und Gebäude in Niststationen und ähnliches umgewandelt. Hierbei entstehen nicht nur funktionale Schutzstationen, häufig genug gestalten die jeweils Verantwortlichen die Bauwerke auch liebevoll um. So entstehen bunte, ansprechende Tupfer für die Landschaft. In Berne versuchte man ein solches Artenschutztumprojekt regional umzusetzen, der Nabu und der Entwässerungsverband Stedingen konnten sich jedoch nicht einig werden.

Der Entwässerungsverband ist Eigentümer des ungenutzten Pumpwerkturms am Schlüter Tief in Berne. Der Vorsteher des Verbandes, Bernd Döhle, sagt: „Wir können den Turm nicht verschenken.“ Entsprechend nannte der Verband dem Nabu Stedingen einen nicht näher spezifizierten Preis für die Nutzung des Turms.

Auf Verhandlungen über einen Preis wollte sich der Nabu Stedingen indes nicht einlassen, wie der Vorsitzende Hartmut Drebing erklärt. Nichtsdestotrotz unterstreicht der Naturschützer: „Ein Problem gibt es nicht. Wir nutzen unsere Möglichkeiten, um nachzufragen.“

Diesen Standpunkt vertritt auch Döhle auf Nachfrage: „Wir haben kein Problem mit dem Nabu Stedingen.“ Der Entwässerungsverband wolle nun prüfen, welche Möglichkeiten es gäbe, den Turm selbst zu nutzen.

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