Als Beispiel nennen die Kammern die Kita „Walljunioren“ – hier hatte die Planung rund drei Jahre gedauert.Foto: Schlie Als Beispiel nennen die Kammern die Kita „Walljunioren“ – hier hatte die Planung rund drei Jahre gedauert.Foto: Schlie
Behörden

Bremer Kammern fordern schnellere Bauverwaltung

Von
Die Digitalisierung soll künftig Ressourcen sparen.

Effizienter werden, Bauanträge schneller prüfen, Transparenz verbessern und an der Erreichbarkeit arbeiten – die Liste der Forderungen der Bremer Kammern an die Bauverwaltung ist lang. Die Vertreter von Handelskammer, Handwerkskammer, Architektenkammer und Ingenieurkammer wollen ein Zeichen setzen und plädieren für mehr Service und eine mittelstandsfreundlichere Vergabepraxis bei Ausschreibungen.

Landkreis Osterholz macht es vor

„Wir können es uns schlicht nicht leisten, langsamer zu agieren als andere Städte und Bundesländer. Die gegenwärtigen und mitunter eher lähmenden Strukturen der Verwaltungsprozesse im Bau- und Vergabebereich müssen hinterfragt, neu geordnet und mit digitalen Prozessen zeitgemäß aufgestellt werden“, erklärte die Handelskammer-Präses Janina Marahrens-Hashagen bei der Vorstellung eines Positionspapieres zum Thema.

Als positives Beispiel führte sie das Bremer Umland an, wo vergleichbare Prozesse deutlich schneller gingen, wie etwa im Landkreis Osterholz.

Fachkräftemangel der Grund?

Torsten Sasse, Präsident der Bremer Ingenieurkammer, wies auf die Hauptgründe für die derzeitigen Probleme in der Hansestadt hin: Personalmangel in der Behörde, ausgelöst durch den Fachkräftemangel.

Dieser sei auch in der Bauingenieur- und Architektenbranche deutlich zu spüren, so Sasse. Lösungsansätze seien etwa digitale Verfahren bei der Prüfung von Bauanträgen. „Das kann Ressourcen sparen“, sagte er.

Neues Verfahren gefordert

Ergänzt wurden Sasses Ausführungen von Oliver Platz. Der Präsident der Architektenkammer Bremen sprach sich für ein neues Verfahren aus. „Nebenverfahren wie Baustellenabsicherungen, Baumbestandsbescheinigungen oder Schwerlasttransporte sollten im Vorhinein eines Bauantrages geklärt sein, um spätere Verzögerungen zu vermeiden“, merkte Platz an.

Hintergrund der Forderungen ist eine Umfrage von Architektenkammer und Ingenieurkammer unter ihren Mitgliedern. Das Ergebnis: 51 Prozent der Befragten haben die Arbeitsweise der Bremer Baubehörden als „eher nicht zufriedenstellend“ und schlechter beurteilt.

Teile jetzt den Artikel

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren...

1 Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Das große Dumm regiert ja auch immer noch in Bremen

    Seit beinahe 40 Jahren werden Kohorten von Bauingenieuren und Architekten in der landeseigenen Hochschule Bremen ausgebildet. Die Absolventen von sort genügen von ihrem Ausbildungsstand offensichtlich nicht einmal den landeseigenen Kriterien, die für Personal im öffentlichen Dienst der Stadt Bremen für die Stellenbesetzung zu Grunde liegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.