Elektroauto, BSAG, Vahr, Foto: Schlie Hans Jörg Koßmann hält die einseitige Festlegung auf Elektromobilität für einen Irrtum. Symbolfoto: WR
Elektromobilität

Koßmann: „Wir verballern zu viele Ressourcen“

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Hans Jörg Koßmann, Obermeister der Innung des Kfz-Handwerks, hat einen kritischen Blick auf Elektromobilität:

„2020 wird zum Schlüsseljahr der Elektromobilität. Das sagte Hans Jörg Koßmann, Obermeister der Innung des Kfz-Techniker-Handwerks Bremen anlässlich der Jahresbilanz seines Verbandes. Grund sei der europäische Flottengrenzwert von 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Um diesen einzuhalten, müssten die Hersteller E-Fahrzeuge auf den Markt bringen. „Der aktuelle CO²-Wert der Neuzulassungen lag bei 157 Gramm. Da braucht es viele Stromer“, rechnete Koßmann vor.

Hans Jörg Koßmann Foto: ProMotor/nds

Hans Jörg Koßmann Foto: ProMotor/nds

Elektromobilität als Brückentechnologie

Ganz wohl ist Koßmann und seinen Kollegen dabei jedoch nicht. „Die einseitige Festlegung auf die Elektromobilität halte ich für einen der größten Irrtümer der letzten Jahre“, erklärte er und begründete dies unter anderem damit, dass die Rohstoffe für Batterien knapp seien und außerdem die Ladeinfrastruktur perspektivisch nicht oder nur zu extrem hohen Kosten herstellbar sei. „Wir verballern dafür zu viele Ressourcen.“

Elektromobilität könne zu einer Brückentechnologie werden. „Schauen Sie auf Japan und China. Da steht Wasserstoff sehr weit vorne. Der mittels Wasserstoff und Brennstoffzelle angetriebene Elektromotor ist hinsichtlich Gewicht, Reichweite und Betankungsdauer eine technologisch zukunftsweisende Lösung“, sagte Koßmann. „Vor 40 Jahren, als ich bei Mercedes gelernt habe, war die Brennstoffzelle die Zukunft. Wo ist die Zukunft geblieben?“, fragte er.

Jahr der Gegensätze

Rein zahlenmäßig berichteten Koßmann und Karl-Heinz Bley, Präsident des Landesverbandes des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen von einem Jahr der Gegensätze. Einerseits gaben die privaten Haushalte mit rund 600 Millionen Euro (davon 200 Millionen für Neuwagen) so viel Geld wie noch nie für Autos aus. Andererseits ging der Umsatz im Servicebereich von 259,5 Millionen Euro in 2018 auf 232 Millionen Euro in 2019 deutlich zurück. Ein neuer Pkw kostete im Durchschnitt 33.990 Euro, ein Gebrauchter 12.610 Euro.

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