Dem Einen gefällt es nicht mehr, der Andere ist begeistert: Auch Bilder finden sich in den Kisten. Foto: Harm
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Verschenke-Kisten immer beliebter

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Ein Schild mit "zu verschenken" an den Krempel und einfach vor die Tür stellen - darf man das eigentlich?

Wer zu Hause ausmistet, hat früher oder später einen Stapel mit Dingen zusammen gesammelt, die zwar noch gut erhalten sind, aber nicht mehr den eigenen Geschmack treffen oder für die man einfach keine Verwendung mehr hat. Wegwerfen? Zu schade. Auf dem Flohmarkt verkaufen? In Zeiten von Corona-Schutzmaßnahmen nicht möglich.

Es gibt noch eine Option: In Bremen stehen derzeit häufig Kisten mit der Aufschrift „zu verschenken“ vor Häusern. Die Kisten enthalten jene meist kleineren Gegenstände, zum Beispiel Dekoartikel, Bücher, Gläser, Backformen oder Zeitschriften. Spaziergänger können diese kostenlos mitnehmen.

Idee: Abfall vermeiden

Die Idee hinter den Verschenke-Kisten: Erhaltenes nicht wegwerfen zu müssen, sondern durch Weitergabe an neue Besitzerinnen oder Besitzer im Kreislauf zu halten. „So können Abfälle vermieden und Ressourcen geschont werden. Zusätzlich kann mit dem eigenen Stehrumsel anderen noch eine Freude gemacht werden“, sagt Andrea Fenske von der Bremer Stadtreinigung.

Zudem entstehe der Eindruck, dass die Haushalte eine gewisse Verantwortung für die Gegenstände übernehmen und die Boxen nach einigen Tagen auch wieder hereinholen. Es sei auch ihr persönlicher Eindruck, dass die Anzahl der Kisten in den vergangenen Wochen zugenommen habe – sei es weil die Bremer gerade mehr Zeit zum Ausmisten haben und auch das Wetter mitspielt, um draußen eine Box aufzustellen.

Kiste aufs eigene Grundstück stellen

Übrigens: Wer auf Nummer sicher gehen möchte, stellt die Kisten auf das eigene Grundstück. Der Gehweg vor dem Haus ist öffentlicher Grund, sodass streng genommen eine Sondernutzung beantragt werden müsste.

Wer sich nicht mit den Zu-verschenken-Kisten anfreunden, aber dennoch gut Erhaltenes weitergeben möchte, hat noch andere Möglichkeiten. Die ausgemusterten Dinge können auch in Second-Hand-Läden oder auf Tauschbörsen, zum Beispiel auch im Internet, angeboten und verschenkt werden. Auch die Bremer Stadtreinigung bietet über gebraucht-und-gut.de eine Online-Plattform für die Wiederverwendung.

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