Die vier Gründer von Gastronovi Karl Jonderko (v. l.), Andreas Jonderko, Bartek Kaznowski und Christian Jaentsch bieten ihren Kunden ein kostenloses Hilfspaket an.Foto: Gastronovi Die vier Gründer von Gastronovi Karl Jonderko (v. l.), Andreas Jonderko, Bartek Kaznowski und Christian Jaentsch bieten ihren Kunden ein kostenloses Hilfspaket an.Foto: Gastronovi
Coronahilfe

Hilfe aus Bremen: Vom Restaurant zum Lieferdienst

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Das Bremer Unternehmen Gastronovi hat für Gastwirte ein Hilfspaket geschnürt.

Die Allgemeinverfügung zur Eindämmung der Corona-Ausbreitung hat auch die Gastronomen schwer getroffen. Sie dürfen nun keine Kunden mehr im Gastraum bewirten.

Viele nutzen jetzt stattdessen den Außer-Haus-Verkauf oder liefern ihre Speisen, um irgendwie weiterhin Geld zu verdienen. Von heute auf morgen einen Außer-Haus-Verkauf oder gar einen Lieferdienst aufzubauen, stellt die Bremer Gastronomen allerdings vor logistische Hürden.

Maßgeschneidertes Kassensystem

Das Bremer Unternehmen Gastronovi bietet den Gastwirten nun Hilfe an: Mit einem kostenlosen Liefermodul können sie ihr Kassensystem für die Liefer- und Bestellvorgänge nachrüsten und vereinfachen. „Auch wir sind von der Corona-Krise betroffen, hatten aber das Glück, unsere 80 Mitarbeiter ins Homeoffice schicken zu können“, sagt Bartek Kaznowski, einer der Gründer.

Gastronovi bietet ein Kassensystem, das dem Kunden individuell und ganz nach dessen Bedürfnissen in Modulen das liefert, was er braucht. Von der Bestellung bis zu Reservierungen wählen die Gastronomen die Module aus, die sie für ihren Betrieb benötigen. Dabei handelt es sich um eine Cloud-Software, eine Vor-Ort-Installation durch einen Techniker ist nicht nötig.

Dienstleister im Hintergrund

Die Module werden ganz einfach aktiviert. Vom kleinen Imbiss bis zum großen Kongresszentrum nutzt jeder Kunde die gleiche einfache Bedienoberfläche, der modulare Aufbau individualisiert das System jedoch für jeden Wirt. Rund 100 Bremer Betriebe nutzen das Kassensystem, inzwischen ist Gastronovi auch international vertreten.

Als Dienstleister im Hintergrund ist auch Gastronovi von den Restaurant-Schließungen betroffen. „Wir haben uns gefragt, wie wir unseren Kunden helfen können“, sagt Kaznowski.

Hilfspaket für Gastronomen

Entstanden ist ein Corona-Hilfspaket für Gastronomen. In einem ersten Schritt entwickelte das Unternehmen einen Leitfaden. Was ist jetzt wichtig? Wo kann man Hilfe beantragen? Welche Fördertöpfe gibt es? Wie funktioniert Kurzarbeit?

Zusätzlich bietet Gastronovi seinen Kunden ein neues Modul für ihr Bestellsystem: Das Liefer- beziehungsweise Abholmodul mit E-Payment wie Paypal kann in das bestehende System eingebunden werden und erleichtert so die Vorgänge. Dieses Modul erhalten die Gastronomen kostenlos für sechs Monate.

Kundenbindung schaffen

Auch Neukunden können das kostenlose Angebot nutzen, müssen allerdings das Kassensystem kostenpflichtig dazu buchen. Das Liefermodul haben die Gastronovi-Entwickler im Eiltempo ausgearbeitet und vorzeitig als Vor-Version veröffentlicht.

Ein dritter Baustein des Hilfspakets sieht den Verkauf von Online-Gutscheinen vor. „Damit tragen die Wirte zur Kundenbindung bei und die Kunden wiederum helfen ihrem Lieblingsgastronomen mit Liquidität“, erklärt Kaznowski.

„Wir wollen unseren Kunden helfen, weiterhin Umsätze zu generieren und die schwierigen Zeiten zu überstehen“, sagt Kaznowski.

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