Die Ausgangsbeschränkungen bringen auch Bremer Busunternehmer in finanzielle Schwierigkeiten. Foto: gbk – Gütegemeinschaft Buskomfort e.V.
Coronakrise

Reisebüros müssen bangen

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Keine Buchungen, keine Provisionen: Viele Reise-Anbieter in Bremen kämpfen in der Coronakrise ums Überleben.

Was wird in diesem Jahr aus dem Sommerurlaub? Das fragen sich momentan wohl viele Bremer. Noch mehr treibt die Frage die Reiseveranstalter und Reisebüros um. Denn viele Anbieter können ihren Betrieb unter den aktuellen Corona-Einschränkungen nur noch für wenige Wochen aufrecht erhalten, bevor sie ganz schließen müssen.

„Wir sind doppelt betroffen“, sagt Matthias Preusche, Inhaber des Reisetreffs Bremen. So bekommen die Mitarbeiter für die in den letzten Monaten gebuchten Reisen keine Provisionen mehr von den Veranstaltern, da viele Kunden ihre Reisen storniert haben.

Kreuzfahrten momentan unmöglich

„Das bedeutet für uns, wir kriegen kein Geld für bereits erledigte Arbeit“, sagt Preusche. Zwar könne der Reisetreff, der sich vor allem auf Kreuzfahrten spezialisiert hat, dank Rücklagen eine längere Durststrecke überstehen. „Aber auch wir haben natürlich laufende Kosten und sind davon abhängig, dass bald wieder neue Reisen gebucht werden“, sagt der Inhaber.

Für Kreuzfahrten könnten sich frühestens ab Herbst wieder Reisende begeistern, lautet seine Prognose. „Keiner weiß, wie es weitergeht. Auch auf den Schiffen werden dann neue Abstands- und Hygieneregeln eingeführt werden müssen“, sagt Preusche.

Auch Busunternehmer betroffen

Frank Junker, Inhaber des Busunternehmens Junker Reisen, macht seit Mitte März keinen Umsatz mehr. „Alle Busreisen wie etwa Schulausflüge fallen aus“, erklärt der Familienunternehmer aus Stuhr. Nur einige Buslinien werden ab Montag wieder in Betrieb genommen. Langfristig rechnet Junker mit erheblichen Einbußen. „Wir werden das wirtschaftliche Loch aus diesem Jahr wohl erst in vielen Jahren wieder ausgleichen können“, sagt er. Dennoch gibt er sich kämpferisch: „Wir passen uns an. Aufgeben ist keine Lösung.“

„Das von der Bundesregierung bereits auf den Weg gebrachte Maßnahmenpaket mit seinen unterschiedlichen Soforthilfeprogrammen bietet eine Atempause, wird aber für eine Vielzahl von vor allem mittelständisch geprägten Reisebüros nicht ausreichen, um die Krise ökonomisch zu überstehen“, befürchtet Ralf Hieke, Vizepräsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV) und selbst Reisebüro-Inhaber.

Reisebüros fordern Soforthilfen

Große Sorgen macht sich auch Peter Schneider, Geschäftsführer des Tui Reisecenters im Weserpark. Die Gutscheinlösung, die die Bundesregierung beschlossen hat, die aber noch von der EU gebilligt werden muss, sieht er nicht als alleinige Lösung.

„Wir brauchen mehr Soforthilfen, besonders aufgrund der ausbleibenden Provisionen“, sagt Schneider. „Es ist ja immer die Frage, ob wir im kommenden Jahr überhaupt noch Buchungen durchführen können.“

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