Straßenbahn Bremen WLAN, Foto: Bahlo Wer die Straßenbahn nutzt, soll einen Mundschutz anlagen, so die dringende Empfehlung des Senats.
Neue Corona-Regeln

Maskenpflicht für Bremer?

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Maskenpflicht, Sport, Frauenhäuser und Pandemie - darüber sprach der Senat.

Noch gehört Bremen zu den wenigen Bundesländern, die keine Maskenpflicht einführen. Doch das kann sich schnell ändern. Schon an diesem Freitag will der Senat entscheiden, ob auch die Bremer beim Einkaufen und der Fahrt mit Bus und Bahn eine Schutzmaske tragen müssen oder zumindest Mund und Nase mit einem Tuch bedecken müssen. Noch gilt in Bremen die „dringende Empfehlung“, das zu tun. Aber es ist eben freiwillig. Laut Innensenator Ulrich Mäurer kommen bisher nur 20 Prozent der Bremer dieser Empfehlung nach.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte appelliert daher an die Bürger, freiwillig der Empfehlung zu folgen. Mit einer Quote von 20 Prozent will er sich nicht zufrieden geben. Er hofft darauf, dass im Laufe der Woche noch sehr viel mehr Bremer eine Maske nehmen. Ob der Senat dann am Freitag eine Maskenpflicht einführt, hängt laut Bovenschulte von der Kriterien ab: Wie viele Leute nutzen einen Nasen- und Mundschutz? Sind Masken breit verfügbar? Und wie verhalten sich die anderen Bundesländer?

Bovenschulte drängte bisher immer auf ein möglichst einheitlichen Vorgehen der Länder. Außer Bremen kommen nur das Saarland und Rheinland-Pfalz ohne Maskenpflicht aus. In Nordrhein-Westfalen gilt sie nicht landesweit, aber in einigen Städten. Alle anderen Bundesländern haben schon eine Maskenpflicht beschlossen. Die Bremer CDU fordert von Bovenschulte schon jetzt: „Wir brauchen eine Maskenpflicht.“ Dazu haben Thomas Röwekamp, Chef der CDU-Bürgerschaftsfraktion, und Rainer Bensch, der gesundheitspolitische Sprecher, einen Brief an Bovenschulte geschrieben.

An diesem Samstag will Sportsenatorin Anja Stahmann die Sportanlagen unter freiem Himmel wieder öffnen – allerdings unter Auflagen: Maximal zwei Personen dürfen gemeinsam Sport betreiben und nur im Abstand von 1,50 Metter voneinander. Erlaubt ist auch Sport im Familienverbund. „Wir ermöglichen kontaktarme Sportarten“, sagte Stahmann, also etwa Tennis, Golfen oder Laufen. Auch Segeln ist erlaubt. Umkleideräume, Vereinsheime und Duschen bleiben aber geschlossen. Toiletten sowie Möglichkeiten zum Händewaschen und Desinfizieren sollten bereitgestellt werden.

Über den Beginn der Profisports, vor allem der Fußball-Bundesliga entscheiden die Ministerpräsitenden mit Kanzlerin Angela Merkel am 30. April.

Da die Frauenhäuser in Bremen und Bremerhaven voll belegt sind, hat Frauensenatorin Claudia Bernhard Zimmer in Hotels angemietet: Damit gibt es  26 zusätzliche Plätze in Bremen und 5 zusätzliche Plätze in Bremerhaven. Zu Beginn der Corona-Pandemie und der Ausgangsbeschränkungen habe es eine „leichte Erhöhung“ an häuslicher Gewalt gegeben, so Bernhard. Auf diesem Niveau sei es seither gebleiben.

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