Standesamtliche Trauungen finden auch während der Corona-Krise statt. Die dazugehörigen Hochzeitsfeiern wurden zunächst verschoben. Foto: Konczak
Hochzeiten

Die Krise und die Hochzeit

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Trauungen finden in kleineren Gesellschaften statt – Paare verlegen ihre Feiern

Es sollte der schönste Tag im Leben vieler Paare werden, doch vielen geplanten Hochzeitsfeiern machte die weltweite Corona-Pandemie einen sprichwörtlichen Strich durch die Rechnung.

Von langer Hand geplant war auch die Feier von Jan und Alexandra (Namen geändert), die in einem Hotel an der Nordsee stattfinden sollte. „Wir hatten schon länger befürchtet, dass wir unsere Pläne würden ändern müssen“, erzählt Jan. Am 21. März kam schließlich die Nachricht an alle Hochzeitsgäste: Die Feier wurde zunächst um ein Jahr verschoben. Die Trauung würde im Standesamt Bremen nach wie vor stattfinden. Gäste seien hierzu nicht gestattet. „Darüber mussten wir uns selbst informieren, das Standesamt selbst hat uns nicht angerufen oder benachrichtigt“, sagt Jan.

In Delmenhorst liegen die Dinge ein wenig anders. Das dortige Standesamt hält sich an die Vorgaben gemäß des Niedersächsischen Gesetz- und Verordnungsblattes. In der Fassung vom 17. April sind für standesamtliche Trauungen bis zu zehn Personen zugelassen. Hierzu zählen neben dem Hochzeitspaar auch der oder die Standesbeamte und ein etwaiger Dolmetscher. So bleiben sechs bis sieben Gäste, die während der Trauung anwesend sein dürfen. Ein anschließender gemeinsamer Sektempfang oder ähnliches ist hingegen nicht gestattet.

Auch in Sachen Service geht das Delmenhorster Standesamt anders mit der Krise um. Man versucht dort jedes angemeldete Paar über Neuerungen zunächst telefonisch zu informieren.

Für Jan und Alexandra sei die Trauung zu zweit „schon ein Dämpfer“, sagt Jan. Er erzählt, dass man sich besonders auf ein Wiedersehen mit der international verstreuten Familie und dem Freundeskreis gefreut habe. Das Paar hat sich vor etwa drei Jahren kennengelernt, vor einem Jahr stellte Jan den Antrag. Bezüglich der Ausgaben für die Hochzeitsfeier habe man Glück im Unglück gehabt, da kein Vertrag unterzeichnet worden sei und man auch keine Vorzahlungen für Caterer und Unterbringungen geleistet habe.

Für viele Veranstaltungsorte sind die Ausfälle diverser Hochzeitsfeiern ein zusätzlicher Dämpfer während der Corona-Krise. Olaf Thomsen vom Hotel Thomsen zeigt Verständnis und sagt: „Solange es keinen Impfstoff gibt, können wir eben nur spekulieren.“ Viele Paare hätten ihre Feiern auch bei ihm verschoben, zumeist auf das kommende Jahr. 2021 könnte somit das Jahr der nachgeholten Hochzeitsfeiern werden.

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