Rund 10.000 Meldungen mit etwa 20.000 toten oder kranken Blaumeisen aus dem Landkreis sind allein am Osterwochenende beim NABU Niedersachsen eingegangen. Foto: NABU/Otto Schaefer Rund 10.000 Meldungen mit etwa 20.000 toten oder kranken Blaumeisen aus dem Landkreis sind allein am Osterwochenende beim NABU Niedersachsen eingegangen. Foto: NABU/Otto Schaefer
Naturschutz

Piep und Matz eine Weile Aufmerksamkeit schenken

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„Die Stunde der Gartenvögel“ hat geschlagen. Vom 8. bis 10. Mai findet deutschlandweit die 16. Zählrunde statt

Dazu ruft erneut der Naturschutzbund (NABU) gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) auf. Ziel der Aktion ist es, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden.

„Die Stunde der Gartenvögel hatte in den vergangenen Jahren starke Teilnehmerzuwächse zu verzeichnen. Das ist ein gutes Zeichen für das große Interesse an der heimischen Natur und darüber freuen wir uns sehr“, so Matthias Freter vom NABU Niedersachsen. Denn: Je mehr Menschen teilnehmen, umso aussagekräftiger seien die gewonnenen Ergebnisse.

NABU hofft auf mehr Erkenntnisse über das Blaumeisensterben im Landkreis

In diesem Jahr erwartet der NABU die neuen Gartenvogeldaten mit besonderer Spannung und Sorge. „Eine der häufigsten und beliebtesten Arten, die Blaumeise, ist derzeit in Teilen der Republik durch ein auffälliges Massensterben bedroht“, so Matthias Freter. „Innerhalb von nur sechs Tagen, über das Osterwochenende, sind bereits 10.000 Meldungen mit etwa 20.000 toten oder kranken Meisen eingegangen. In Niedersachsen stammen die meisten Meldungen aus den Landkreisen Ammerland und Oldenburg.“ Die kommende Zählung soll Auskunft darüber geben, ob sich dies in den Bestandstrends der Blaumeisen in den besonders betroffenen Gebieten widerspiegelt.

„Viele Menschen haben in den vergangenen Wochen während der Ausgangsbeschränkungen den Wert der Natur vor ihrer Haustür wieder neu schätzen gelernt. Wir hoffen, dass sich dies in einer besonders regen Beteiligung an der Vogelzählung niederschlägt“, sagt Freter. „Wer mehr Natur in seinem Umfeld erleben und Gartenvögeln helfen möchte, sollte seinen Hof oder Garten zum Mini-Naturschutzgebiet machen.“ Tipps für einen vogelfreundlichen Garten gibt es im Internet unter nabu.de/vogelgarten.

Rund 76.000 Menschen beteiligten sich letztes Mal an der NABU-Aktion

Mehr als 9.600 Menschen haben im vergangenen Jahr allein in Niedersachsen bei der „Stunde der Gartenvögel“ ehrenamtlich Daten erhoben und dadurch wichtige Informationen darüber geliefert, wie es den verschiedenen Vogelarten geht. Insgesamt erfolgten aus über 6.400 Gärten Meldungen zu Vogelvorkommen. Der häufigste niedersächsische Gartenvogel 2019 war der Haussperling, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Star und Blaumeise. Deutschlandweit beteiligten sich über 76.000 Vogelfreunde an der Aktion.

So funktioniert die Stunde der Gartenvögel: Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Die Beobachtungen können am besten online unter stundedergartenvoegel.de gemeldet werden, aber auch per Post oder Telefon – kostenlose Rufnummer am 9. Mai von 10 bis 18 Uhr: 0800/1157115. Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen NABU-App Vogelwelt, erhältlich unter NABU.de/vogelwelt. Meldeschluss ist der 18. Mai.

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