Zollhündin Nanny kann riechen, was in den Containern steckt. 2019 hatte sie etwa 100 Aufgriffe. Foto: Hauptzollamt Bremen
Zollkontrolle

Bremer Zoll findet mehr Waffen und Munition

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Drogen, Waffen und Schwarzarbeit: Das Hauptzollamt Bremen hat die Bilanz für 2019 vorgelegt.

Zehn Kilogramm Amphetamine, acht Kilo Haschisch und Streckmittel – das hat die Rauschgiftspürhündin Nanny 2019 bei einer Zoll-Kontrolle auf der Autobahn A 1 in Höhe Oyten in einem Kofferraum erschnüffelt. Die Drogen hatten einen geschätzten Straßenverkaufswert von rund 170.000 Euro. Neben 100 kleineren Aufgriffen im Jahr 2019 hat Nanny bei einer Buskontrolle auf dem Rastplatz Aarbachkate einen Koffer mit 2,8 Kilogramm Heroin und 200 Gramm Kokain aufgespürt.

Den Rauschgiftschmuggel in der Region zu verhindern, ist eine der Aufgaben des Hauptzollamtes Bremen. So stellte es im vergangenen Jahr 93 Kilogramm Kokain sicher, weniger als im Vorjahr. Laut Zollamt liegt das daran, dass Container mit insgesamt über einer Tonne Kokain mit Endhafen Bremerhaven bereits in Südamerika abgefangen wurden.

4.500 Waffen und 4.000 Stück Munition gefunden

Mit über 80 Kilogramm entdeckte der Zoll 2019 hingegen fast doppelt so viel Kath wie im Vorjahr. Das geht aus der Bilanz 2019 hervor, die das Bremer Hauptzollamt jetzt vorgelegt hat.

Demnach fanden die Zöllner 4.500 Waffen und Waffenteile sowie fast 4.000 Stück Munition, wobei es sich hauptsächlich um Softairwaffen handelte, die mittels Druckluft Kugeln verschießen. 2018 hatte der Zoll im hiesigen Gebiet insgesamt 199 Waffen aufgegriffen.

Schwarzarbeit: 552 Betriebe kontrolliert

Der Schwerpunktbereich des Hauptzollamts ist das Verwalten und Erheben von Zöllen, Verbrauchsteuern sowie der Einfuhrumsatzsteuer. 4,3 Milliarden Euro kassierte es 2019, 80 Millionen Euro mehr als 2018.

Dazu trägt auch die Bekämpfung von Schwarzarbeit bei. So kontrollierte das Hauptzollamt 2019 insgesamt 552 Betriebe und leitete mehr als 3.190 Strafverfahren ein. Insgesamt stellte es allein im Bereich der Schwarzarbeit Schäden von mehr als 17 Millionen Euro fest.

„Die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre bestätigt die Neuausrichtung des Zolls zu einem risikoorientierten Prüfansatz und umfassender Informationsverdichtung und zur damit erreichten hohen Qualität an Prüfungen und konsequenten Verfolgung der Wirtschaftskriminalität“, sagt Nicole Tödter, die Leiterin des Hauptzollamtes Bremen.

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