Omid Burhani ist Inhaber des Trendy-Shops. Seit Januar 2019 zahlt der Einzelhändler der Deutschen Bahn keine Miete – eine Entscheidung über die Räumungsklage vor dem Bremer Amtsgericht steht noch aus. Foto: Schlie
Bremer Hauptbahnhof

Trendy-Shop trotzt der Bahn

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Trotz Räumungsklage will der Händler seinen Laden im Bahnhof nicht aufgeben.

Eigentlich sollte Omid Burhani schon Ende Januar 2019 seinen Trendy-Shop im Bremer Hauptbahnhof schließen. Doch der Verkauf von Souvenirs und Fanartikeln geht unverdrossen weiter.

Die Deutsche Bahn hatte eine Räumungsklage erwirkt, Burhani reichte darauf eine Gegenklage ein. Auch heute, fast anderthalb Jahre später, ist der Ausgang des Verfahrens noch offen.

Für Inhaber Burhani ist die Zukunft unklar. „Wir kämpfen weiter ums Überleben“, sagt er. Die Gerichtsverhandlungen wurden mehrmals verschoben, aus unterschiedlichen Gründen und zuletzt wegen der Corona-Pandemie.

Trendy-Shop zahlt keine Miete

Seit Februar 2019 zahlt der Trendy-Shop keine Miete mehr an die Deutsche Bahn. „Im Juni ist der nächste Termin beim Amtsgericht angesetzt“, sagt Burhani.

Fast 20 Jahre lang hatte die Inhaberfamilie den Laden mit einem Sortiment aus Reisebedarf, Bremen-Souvenirs, Modeaccessoires und Fanartikeln geführt. Dann wurde dem Unternehmen ohne Vorwarnung gekündigt – und „ohne Begründung“, wie Burhani damals betonte (WESER REPORT berichtete).

Dass der Bahnhof die rund 110 Quadratmeter große Verkaufsfläche schon einem anderen potenziellen Mieter angeboten hatte, erfuhr Burhani kurz vorher nur durch Zufall. Daraufhin brachte der Unternehmer den Fall an die Öffentlichkeit.

Bahn will Branchenmix optimieren

„Wir haben uns in diesem Fall zur Optimierung des Branchenmix für einen anderen Bewerber entschieden“, erklärt eine Bahn-Sprecherin die Strategie des Konzerns auf Nachfrage. Die Entscheidung gegen den Trendy-Shop richte sich aber nicht, wie etwa von den Burhanis vermutet, generell gegen kleine Einzelhändler.

Ein Nachmieter stehe zwar bereits fest, aber „aufgrund des laufenden Verfahrens können wir uns dazu nicht äußern“, sagt die Bahn-Sprecherin.

Umsatzeinbruch durch Corona

Für die Burhanis kommt neben der Unklarheit über die Zukunft des Geschäfts nun auch die generelle Unsicherheit in der Coronazeit hinzu. „Wir machen derzeit höchstens 50 Prozent Umsatz“, sagt Omid Burhani.

Die Hauptkunden, also die Pendler und Touristen, seien momentan allerdings alles andere als in Shoppinglaune, beklagt Shop-Betreiber Omid Burhani. „Die einzigen Waren, die sich momentan gut verkaufen, sind Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel.“

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