Solche Bilder sollen ab heute der Vergangenheit angehören. Die Kneipen in Bremen dürfen wieder Gäste bewirten - aber nur unter Auflagen. Archivfoto: WR
Gastronomie

Es geht wieder los

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Wie sich die Bremer Gastronomen und Wirte auf die Wiedereröffnung vorbereitet haben.

Jeder zweite Platz muss frei bleiben, zwei Meter Abstand zwischen den Tischen und 1,5 Meter Abstand zwischen Personal und Gästen – die Liste an Auflagen für Bremer Restaurants und Kneipen, die am 18. Mai wieder öffnen möchten, ist lang. Und doch überwiegt bei vielen Gastwirten nach fast zwei Monaten der kompletten Schließung vor allem eines: Erleichterung.

„Natürlich werden wir wieder aufmachen, auch wenn wir zunächst noch überlegt haben“, sagt Herwig Renkwitz, Wirt des Wirtshauses im Peterswerder nahe des Weserstadions. Er hat Verständnis für die Vorsichtsmaßnahmen, sieht aber auch die großen Probleme, die die Branche weiter in Atem halten.

Daten von jedem Gast aufnehmen

„Wir müssen die Daten von jedem Gast aufnehmen, jeder muss reservieren, dazu können ja nur Gäste aus zwei Haushalten an einem Tisch sitzen“, zählt der Wirt die Schwierigkeiten auf. „All das bedeutet für uns Mehrkosten oder fehlende Einnahmen“, erklärt er.

Eine offene Frage sei zudem die nach den Fußball-Übertragungen. „Ich weiß schon von vielen Kneipen, dass sich Übertragungen aufgrund der Einschränkungen für sie in den nächsten Zeit nicht mehr rentieren“ berichtet er.

Die Sorgen der Gastronomen erreichen Nathalie Rübsteck, Hauptgeschäftsführerin des Branchenverbandes Dehoga Bremen. „Viele, vor allem kleinere Betriebe stellen sich nun die Frage, ob eine Schließung oder eine Öffnung das größere Minus bedeuten würde. Schwarze Zahlen schreibt gerade so gut wie keiner.

Kleine Betriebe im Nachteil

In einem Betrieb mit zehn Tischen ist die formulierte Kapazitätsgrenze schon sehr hart“, findet sie. Ihrer Ansicht nach sind die Vorsichtsmaßnahmen zwar berechtigt, könnten an der einen oder anderen Stelle aber branchenfreundlicher ausgelegt werden. „Zum Beispiel wäre es für viele eine Erleichterung, Trennwände aufstellen zu können, damit die Abstandsregelungen etwa in fest eingebauten Sitzecken umgangen werden können“, schlägt sie vor.

Düster sieht es weiter für Eventlocations wie das Höpkens Ruh in Oberneuland aus. Da dort kein Restaurantbetrieb stattfindet, darf das Gasthaus nicht öffnen. „Das Schlimmste ist die Ungewissheit. Wir wissen nicht, ob hier ab Juni etwa wieder Hochzeiten stattfinden dürfen oder wie viele Menschen sich bald wieder treffen dürfen“, sagt Marketing-Chef Tobias Döpkens.

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