Aus Bühne wird Studio. Die „Bühne Eins“ in der Exerzierhalle, einem Spielort des Oldenburgischen Staatstheaters. Foto: Stephan Walzl
Oldenburg

Hochkultur frei Haus

Von
Oldenburgisches Staatstheater betreibt Studio für Talks, kleine Konzerte und Pilates

Wie es sich für einen Kulturbetrieb gehört, zeigt das Oldenburgische Staatstheater einen Hang zur Kreativität. Da es zurzeit nicht auf seinen Bühnen spielen kann, sendet es seit vergangenem Mittwoch – zum Teil live – aus der Exerzierhalle. Mit Unterstützung des Freundeskreises des Theaters wurde dort die ,Bühne Eins‘ eingerichtet, auf der zum Teil spartenübergreifende Formate gespielt werden, aber auch Konzerte in kleiner Besetzung, Pilates-Stunden und vieles andere mehr. Diese Produktionen werden gefilmt und unter anderem auf der Homepage des Staatstheaters auf staatstheater.de gezeigt.

In einigen Bundesländern haben Theater wieder mit einem reduzierten Spielbetrieb begonnen und auch das Oldenburgische Staatstheater hofft, dass eine coronataugliche Öffnung noch vor der Sommerpause möglich ist. Jedoch: momentan gibt der Stufenplan des Landes Niedersachsen den Theatern der Region im Hinblick auf ihre Veranstaltungen in geschlossenen Räumen noch keine zeitliche Perspektive. Selbst bei einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs steht fest, dass diese nur unter erhöhten Auflagen wie strengen Hygienevorschriften, Reduktion der Zuschaueranzahl und Abstandsregelungen geschehen darf. Diese gelten sowohl für das Publikum, als auch für die Künstler auf der Bühne.

Das Oldenburgische Staatstheater wird seinen regulären Spielbetrieb bis zur Sommerpause daher nicht wieder aufnehmen können, sondern muss die bisher bis zum 19. Juli 2020 geplanten Vorstellungen absagen.

Dennoch arbeiten Verwaltung, Technische Leitung, Gastronomie und Gästeservice des Oldenburgischen Staatstheaters gerade mit Nachdruck an einem entsprechenden Konzept zur Wiedereröffnung des Theaters unter den neuen Voraussetzungen.

Diese haben natürlich auch Auswirkungen auf die Kunst: Neue künstlerische Konzepte und die Konzentration auf Werke mit kleineren Besetzungen sind nötig um die aktuellen Handlungsempfehlungen einzuhalten. Auch die Spielzeit 2020/21 wird daher nicht wie geplant verlaufen können.

Dazu Generalintendant Christian Firmbach: „Wir sind künstlerisch vorbereitet. Die letzten Wochen haben wir genutzt und ein besonderes Programm bis zur Sommerpause erstellt. Den geänderten Spielplan für die neue Saison werden wir Ihnen Anfang Juli vorstellen. Wir sind zuversichtlich, gemeinsam mit dem Publikum unter Wahrung der erforderlichen Abstandsregelungen Theater auch auf unseren Bühnen bald wieder erlebbar machen zu können.“

Teile jetzt den Artikel

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.