Nach 20 Kilometern Radeln bei Hitze und Gegenwind sind wir an unserem Zielort Fischerhude angekommen und bereit für eine Pause. Fotos: Vollmer
Fahrradtour

Ausflug in eine andere Zeit

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Das idyllische Künstlerdorf Fischerhude ist ein lohnendes Ziel für Radler.

Auf dem Radfernweg von Bremen nach Hamburg liegt das kleine Künstlerdorf Fischerhude. Die rund 20 Kilometer lange Teilstrecke ist schön zu befahren – wenn man nicht bis Hamburg radeln möchte.

Auf ins Grüne

Wir starten am Bremer Hauptbahnhof. Dann geht es durch den Bürgerpark Richtung Blockland. Vorbei am Universum und der Universität kommen wir ins Grüne. Unglaublich, dass diese ländliche Gegend noch ein Teil von Bremen ist. Schließlich gibt es hier mehr Kühe als Menschen. Am Kuhsiel angekommen geht die Tour allerdings nicht weiter durchs Oberblockland, sondern rechts herum, entlang der Wümme und dem Wümmer Deich Richtung Borgfeld.
Der Weg ist einfach zu finden dank der Wegweiser, weiße Schilder mit grüner Schrift, die Richtung und Entfernung angeben.

Der Weg nach Fischerhude führt entlang der Wümme-Wiesen und durch grüne Wälder. Foto: Vollmer

Nachdem wir Borgfeld durchquert haben, ist fast die Hälfte der Strecke nach Fischerhude geschafft. Die Hitze macht uns zu schaffen, denn wir haben uns einen der bis dahin heißesten Tage für unsere Tour ausgesucht. Nun führt uns der Weg wieder auf den Deich, wo ein kräftiger Wind weht. Dieser kühlt uns zwar ab, aber wir müssen auch kräftiger in die Pedale treten. Das Gebiet ist geprägt von Wiesen, Weiden, Tümpeln, und beliebt als Rastplatz und Brutgebiet für zum Teil seltene Vogelarten. Wer  genau hinschaut, kann Reiher oder sogar Störche entdecken.

Die Straßen mit ihren vielen Geschäften mit Kunst und Bildhauerei laden zum Bummeln ein. Foto: Vollmer

Nach über 20 Kilometern ist das Ziel erreicht. Mit seinen alten Fachwerkhäusern, Kopfsteinpflaster und Kirchen versetzt uns das Künstlerdorf in eine andere Zeit. Wir stellen unsere Fahrräder ab, denn die Geschäfte mit Bildern, Keramik oder Bildhauerei laden zum Bummeln ein. Seit der Künstler Otto Modersohn sich 1896 in Fischerhude niederließ, entwickelte sich das Dorf zu einem Anziehungspunkt für Künstler bis in die heutige Zeit. Zu Otto Modersohn gibt es auch ein Museum, dass zurzeit nur für Einzelbesucher mit Voranmeldung zu besichtigen ist.

Fischerhude ist bekannt für seine alten Fachwerkhäuser im Ortskern. Foto: Vollmer

Wer sich nach der anstrengenden Tour stärken möchte, findet in Fischerhude viele Restaurants und Cafés. Wir holen uns ein Eis und spazieren durch die Straßen. Im Ortsteil Quelkhorn bildet die restaurierte Galerie-Holländer Windmühle aus dem Jahr 1880 ein beliebtes Fotomotiv.
Wer noch nicht genug vom Radeln hat, kann noch weiter die 130 Kilometer Richtung Hamburg fahren. Für alle anderen, auch für uns, heißt es, wieder den Radwegweisern zurück nach Bremen zu folgen. Am Ende eines anstrengenden Ausflugs lohnt sich ein letzter Stopp am Stadtwaldsee. Dort springen wir nach der schweißtreibenden Fahrradtour ins kühle Nass.

Die Tour:

Länge: rund 40 Kilometer
Dauer: bei normalem Tempo etwa 2,5 Stunden ohne den Aufenthalt in Fischerhude
Wege: gut ausgebaut
Schwierigkeitsgrad: leicht
Sehenswert: Wümme-Wiesen, Vögel beobachten, alter Fischerhuder Ortskern, Galerieholländer Windmühle

 

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