Das Foodsharing-Netzwerk in Bremen hat im vergangenen Jahr rund 203.000 Kilogramm Lebensmittel gerettet. Foto: Judith Maschke
WESER REPORT & BUND

Essen statt entsorgen

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Der BUND Bremen zeigt, wie man mit Foodsaving viele verwertbare Lebensmittel vor der Mülltonne retten kann.

Weltweit landet etwa ein Drittel aller Lebensmittel im Müll. Schon während der Ernte und des Herstellungsprozesses gibt es Verluste, weil beispielsweise Obst und Gemüse nicht die richtige Form und Größe haben.

Von Supermärkten werden Lebensmittel wegen Schönheitsfehlern, Schädigungen der Verpackung oder Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums entsorgt. Hier setzt das „Foodsaving“ oder auch „Foodsharing“ an, wodurch die aussortierten Lebensmittel vor der Mülltonne „gerettet“ werden.

203.000 Kilogramm Lebensmittel gerettet

Der BUND Bremen unterstützt zwei Foodsaving-Gruppen im Rahmen der Projekte „Klimaquartier Ellener Hof“ sowie „Grüne Oase“ in Kooperation mit der Bremer Heimstiftung beziehungsweise dem Mädchenkulturhaus. Zudem hat das bundesweit agierende Foodsharing-Netzwerk in Bremen 1.398 Mitglieder. Sie haben hier 2019 rund 203.000 Kilogramm Lebensmittel gerettet. Durch diese Menge wurden etwa 900 Tonnen CO2 eingespart.

„Der Lebensmittelverschwendung entgegen zu wirken, wirkt auch dem Klimawandel entgegen und spart Ressourcen wie Dünge-, Pflanzenschutz-, Futtermittel, Energie, Wasser und Flächen“, betont Mareile Timm vom BUND Bremen. Weltweit hat die Lebensmittelverschwendung einen Anteil von etwa acht Prozent an den gesamten vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen.

Lebensmittel werden häufig falsch gelagert

Auch private Haushalte tragen zur Lebensmittelverschwendung bei: In Deutschland werfen sie pro Kopf und Jahr etwa 80 Kilogramm Lebensmittel weg, das entspricht zwei vollen Einkaufswagen. Lebensmittel werden oftmals schon ungeöffnet weggeworfen, nur weil sie das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht haben. Viele Lebensmittel sind aber noch weit darüber hinaus genießbar.

„Wir empfehlen daher, sich die Lebensmittel vorher genau anzuschauen, daran zu riechen oder zu probieren, bevor sie weggeworfen werden,“ rät Timm. Häufig kaufen Menschen auch zu große Mengen ein und lagern sie dann falsch.

Brot lässt sich zum Beispiel am besten in einem luftigen Brotkasten aufheben, und gekochte Nudeln halten sich mehrere Tage im Kühlschrank. Wenn zu viel Gemüse oder Obst übrig ist, kann es auch durch alt bewährte Methoden wie Einlegen oder Einkochen konserviert werden.

Nähere Informationen zum Thema gibt es unter bund-bremen.net im Netz.


Die Expertin: Mareile Timm vom Bremer BUND.

Foto: Birgit Wingrat

 

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