Matthias Tippelt (links) und Marcel Lisser sind stolz, den weltweit ersten Maskensterilisator für FFP2- und FFP3-Masken entwickelt zu haben. Foto: Schlie
Maskensterilisator

Mit Wasserdampf gegen Corona

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Als erstes Unternehmen weltweit hat die Bremer Firma Dino einen Sterilisator für FFP2-und 3-Masken erfunden.

Das Bremer Traditionsunternehmen Dino gehört zu den führenden Herstellern von Elektro-Dampferzeugern. „Während der Corona-Pandemie haben wir uns gefragt, was wir beitragen können“, erzählt Geschäftsführer Marcel Lisser. „Wenn wir Messer in Schlachthöfen sterilisieren können, können wir auch Atemschutzmasken reinigen.“ So kam die Idee für den Maskensterilisator „Sterimask“.

Nach sechs Wochen Tüfteln und verschiedenen Prototypen hat das Institut für Hygiene und Mikrobiologie bestätigt, dass das speziell entwickelte Verfahren 100 Prozent der Corona-Viren abtötet und dabei die Filterfunktion von FFP2- und FFP3-Masken weiterhin gewährleistet. Somit hat Dino nach eigenen Angaben den weltweit ersten Sterilisator für FFP2- und FFP3-Masken entwickelt.

Sicherheitsgarantie nach Reinigung

„Unser Sterimask kann 40 Masken innerhalb von nur fünf Minuten sterilisieren. Dann sind sie antiviral, antibakteriell und wieder voll einsatzfähig“, so Lisser. „Eine der Herausforderungen waren die Gummibänder der Masken, die sich bei einem Dampfprozess von über 130 Grad Celsius verformen können.“ Dino garantiert, dass die Sicherheit nach einer Reinigung vorhanden ist. „Ob dies auch noch nach mehrmaligem Reinigen der Fall ist, können wir nicht gewährleisten“, sagt Matthias Tippelt, ebenfalls Geschäftsführer von Dino. Hier halte man sich streng an die Auflagen des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie. Irgendwann sei die Struktur der Maske beschädigt.

Schon 50 Prozent der Kosten würden gespart werden, wenn Unternehmen ihre Masken zwei Mal benutzen könnten. „Wir denken da besonders an große Unternehmen wie Fluggesellschaften oder die Tourismusbranche im Bereich der Kreuzfahrtschiffe“, sagt Tippelt. Irgendwann werde man wieder reisen können und viele Masken gebraucht.

Verwendung im medizinischen Bereich

Auch Krankenhäuser können mit dem Sterimask ihre Masken zwei Mal verwenden und so ihre Kosten senken, Lieferengpässe regulieren und auch ihr Personal schützen. Ein Gerät würde dabei ungefähr 39.000 Euro kosten. Tippelt plant schon weiter: „Für kleinere Unternehmen, wie Arztpraxen oder Altersheime überlegen wir, anzubieten, die Masken bei uns vor Ort zu reinigen und keimfrei zurückzubringen.“

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