Oliver Fröhlich ist seit Anfang Juni Ortsamtsleiter in Blumenthal. Foto: Harm
Neu im Amt

Blumenthal kennenlernen und entdecken

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Der neue Blumenthaler Ortsamtsleiter Oliver Fröhlich erzählt, was ihn in den ersten Wochen im Amt beschäftigt.

Blumenthal   Das Fahrrad steht an der Wand in seinem Büro im Ortsamt. „Das ist praktisch, wenn ich mal kurze Wege in Blumenthal zurücklegen muss“, sagt Oliver Fröhlich. Und das hat er schon mehrfach getan. Denn er muss viel kennenlernen. Seit Anfang Juni ist Fröhlich Ortsamtsleiter in Blumenthal – und der jüngste Ortsamtsleiter Bremens. „Die ersten Wochen habe ich positiv erlebt“, sagt der 38-Jährige.

Binnen sechs Monaten will er die Menschen, Akteure und Projekte im Stadtteil kennenzulernen. „Praxisgebundene Sortierphase“ nennt Fröhlich diese Zeit. „Ich hatte bisher jeden Tag zwischen zwei und vier Termine, um in kleineren Runden Initiativen, Gruppen und Bürger zu treffen“, sagt Fröhlich.

Schwierige Themen

Zum Beispiel das Quartiersmanagement oder die Akteure rund um Burg Blomendal. Fröhlich lebt in Beverstedt und bringt den Blick von außen mit: „Ich denke, dass das positiv ist. Ich gehe frisch an die Projekte ran.“

Mit ersten Problemen ist er schon konfrontiert worden wie der Umwandlung der Sparkassen- und Volksbank-Filiale in SB-Standorte oder die Schließung von Thyssenkrupp. „Wir sind dort nicht der Entscheider. Aber wir können Ideen einbringen“, sagt Fröhlich. Auch der Streit um die Ausschüsse des Beirats habe ihn schon beschäftigt. Der Beirat hat die Auflösung und Neuwahl der Ausschüsse verschoben. „Ich sehe mich in dem Streit als Schiedsrichter“, sagt Fröhlich.

„Mit voller Überzeugung parteilos“

Verwaltung, sagt der Ortsamtsleiter, habe er gelernt. In Beverstedt hat der Diplom-Verwaltungs-Betriebswirt zuletzt im Rathaus als Geschäftsbereichsleiter im Bürgerservice gearbeitet. Als Ortsamtsleiter möchte er etwas bewegen und die Menschen motivieren, sich zu beteiligen. Auch eine Beteiligung der Jugend ist ihm wichtig.

Einer Partei gehört Fröhlich nicht an. „Ich bin mit voller Überzeugung parteilos.“ Er sei offen für Argumente und möchte mit allen demokratischen Parteien zusammen arbeiten.

In sozialen Netzwerken aktiv

Für die Bürgerinnen und Bürger habe er immer ein offenes Ohr. „Aber zaubern kann auch ich nicht“, sagt Fröhlich. Auch in den sozialen Netzwerken schaut er, worüber die Blumenthaler gerade schreiben, welche Themen aktuell sind.

In dieser Sommerpause hat Fröhlich selbst zwei Wochen Urlaub, die er mit seiner Ehefrau und seiner siebenjährigen Tochter verbringt. Zurück im Ortsamt wartet wieder ein voller Terminkalender: Ein Treffen mit der Bildungssenatorin Claudia Bogedan steht zum Beispiel an.

Zudem möchte sich Fröhlich mit dem Thema Kita beschäftigen. Für die Grundschule Farge-Rekum muss ein Arbeitskreis initiiert und schließlich müssen die kommenden Beiratssitzungen vorbereitet werden. Sicherlich wird auch der eine oder andere Termine dabei sein, bei dem sich Fröhlich wieder auf sein Rad schwingen kann.

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