Am 4. Oktober soll am Bremer Roland der 16. SWB-Marathon gestartet werden. Foto: Lenssen Einen Massenstart kann es beim Bremer SWB-Marathon in diesem Jahr nicht geben. Wegen der Corona-Vorgaben sollen die Läufer in Viererrei-hen, mit jeweils drei Sekunden Abstand auf die nächste Gruppe, starten. Dies sieht das Hygiene-Konzept des Veranstalters vor. Foto: Lenssen
Lauf-Event

Rettung für SWB-Marathon

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Organisator Utz Bertschy legt spezielles Corona-Konzept vor und will dabei auch ein Parkhaus einbeziehen.

„Nix geht, alles läuft“ – das ist das Motto, das seit vielen Jahren Tausende Läufer elektrisiert und ihre Joggingschuhe für den SWB-Marathon schnüren lässt. Dass für diese Veranstaltung einmal Tausende Klappstühle und ein Parkhaus eine Hauptrolle spielen sollten, das hätte sich Utz Bertschy niemals träumen lassen. Doch das Hygiene-Konzept, das der Chef-Organisator vom Marathon-Club Bremen erstellt hat, sieht dies tatsächlich vor, damit der Bremer SWB-Marathon am ersten Okto-berwochenende trotz Corona starten kann.

Handtuchponcho zum Umziehen

In einem Parkhaus an der Violenstraße – wenige Meter entfernt von Start und Ziel am Roland – könnten die Stühle mit entsprechendem Abstand auf mehreren Etagen aufgestellt werden. Das hat Bertschy schon mit Parkhaus-Betreiber Brepark geklärt. Jedem Läufer wird ein Stuhl zugewiese, dort liegt jeweils ein Handtuchponcho, den die Läufer sich zum Umziehen überstreifen können. Dazu gibt es einen Versorgungsgürtel für unterwegs, da in diesem Jahr wegen der Hygieneregeln eine Vorsorgung entlang der Strecke nur eingeschränkt möglich ist.

Start in Vierer-Gruppen

Auch für den Startbereich wo sich normalerweise Tausende Läufer drängen hat Bertschy eine Lösung. Die Sportler sollen nämlich nicht im Pulk, sondern in Vierer-Reihen und mit jeweils drei Sekunden Abstand auf die Strecke geschickt werden. Das würde 80 Läufer pro Minute bedeuten, den Start zwar erheblich in die Länge ziehen, soll aber zusätzlich dafür sorgen, dass sich auch die Situation auf der Strecke auflockert, da die Läufer zudem in Reihenfolge ihrer selbst prognostizierten Laufzeiten (die Schnellsten zuerst) starten würden.

Auch wirtschaftlich darstellbar

Ab der 100 Meter-Marke dürften die Läufer dann auch ihre Maske abnehmen. Die Behörden haben Bertschys Konzept bei einer ersten Vorstellung positiv aufgenommen. „Und jeder weitere Tag mit niedrigen Infektionszahlen spricht für uns“, sagt der Organisator. Mehr als 2.000 Läufer haben sich schon angemeldet, „ab 4.000 bis 5.000 lässt sich die Veranstaltung auch wirtschaftlich darstellen“, rechnet Bertschy hoch.Neben der 42,195 Kilometer-Distanz und einem Halbmarathon (beide Sonntag, 4. Oktober), sollen am 3. Oktober in den frühen Abendstunden noch ein Zehn-Kilometer sowie ein Zehn-Meilen-Lauf (16,1 Kilometer) angeboten werden. Weitere Infos und Anmeldung unter swb-marathon.de im Internet.

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