Die Elmeloher Straße musste für die Unfallaufnahme voll gesperrt werden. Foto: Günther Richter
Unfall in Elmeloh

Fahrerin lebensgefährlich verletzt

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Eine 65-jährige Autofahrerin aus Ganderkesee ist bei einem Zusammenstoß mit einem Bus lebensgefährlich worden.

Laut Polizei fuhr die Frau am Dienstag (14. Juli) gegen 9.15 Uhr mit ihrem Opel die Neue Straße entlang in Richtung Elmeloher Straße. Aus bislang ungeklärter Ursache hielt sie nicht an der Kreuzung an, um den bevorrechtigen Verkehr der Elmeloher Straße passieren zu lassen, sondern fuhr auf die Elmeloher Straße auf. Die von links kommende 49-jährige Busfahrerin aus Twistringen konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Bus kollidierte frontal mit der Fahrerseite des Pkw, der Opel wurde gegen einen angrenzenden Gartenzaun geschleudert und kam dort zum Stehen. Die 65-Jährige wurde in ihrem Pkw eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte betreuten sie Ersthelfer, anschließend befreiten sie Kräfte der Berufsfeuerwehr Delmenhorst und der Freiwilligen Feuerwehr Ganderkesee aus ihrem Fahrzeug. Die Frau wurde umgehend im Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Elmeloher Straße voll gesperrt

Der Bus war nach Angaben der Polizei mit insgesamt vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Busunternehmens besetzt, die sich auf einer sogenannten Streckeinweisung befanden. Von den vier Personen wurde eine 55-jährige Frau und ein 34-jähriger Mann leicht verletzt. Der Opel wurde durch den Verkehrsunfall stark beschädigt. Den Schaden schätzt die Polizei auf 3.000 Euro. Zudem weist die Fahrzeugfront des Busses ebenfalls starke Beschädigungen in Höhe von etwa 8.000 Euro auf. Der Schaden am Gartenzaun wird auf 500 Euro geschätzt. Die Elmeloher Straße wurde für die Dauer der Verkehrsunfallaufnahme voll gesperrt.

Drängelnde Autofahrer

„Der Einsatz der Ersthelfer war in diesem Fall äußerst vorbildlich, da sie keine Scheu gezeigt haben, bei einem schweren Verkehrsunfall Hilfe zu leisten“, lobt die Polizei. Vollkommen gegensätzlich hätten sich einige Verkehrsteilnehmer verhalten, die trotz des augenscheinlich schweren Unfalls die Unfallstelle über den angrenzenden Gehweg umfuhren und sich an dem beteiligten Bus „vorbeidrängelten“. „In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass eine Pflicht zur Hilfeleistung besteht und durch das Durchfahren einer Unfallstelle, auch als Radfahrer, wichtige Unfallspuren unkenntlich gemacht werden können“, betonen die Beamten.

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