Derzeit werden in Bremen 13.000 Kubikmeter Wasser täglich mehr verbraucht als sonst. Symbolfoto: Pixabay
Sommer 2020

Wasserverbrauch in Bremen stark angestiegen

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Der Energieversorger SWB ruft zu einem sparsamen und verantwortungsbewussten Umgang mit Wasser auf.

Seitdem sich die heißen Tage angekündigt haben, ist der Wasserverbrauch in Bremen stark angestiegen. Im Durchschnitt werden in der Hansestadt von Privathaushalten und Industrie insgesamt 90.000 Kubikmeter Wasser pro Tag verbraucht. Derzeit sind es laut des Energieversorgers SWB 103.000 Kubikmeter Wasser. Das Unternehmen ruft zu einem verantwortungsvollen und sparsamen Umgang auf, zum Beispiel indem nicht jeden Tag der Rasen gewässert oder mehrfach am Tag geduscht wird.

„Im Sommer ist der Verbrauch immer höher. Darauf sind wir eingestellt“, sagt SWB-Sprecher Alexander Jewtuschenko. In diesem Jahr komme es aber zu einer besonderen Gemengenlage: „Viele Menschen verbringen den Urlaub zu Hause, es ist bereits über eine Woche sehr heiß und es scheint in Mode zu sein, sich Pools anzuschaffen, die mehrere Tausend Liter Wasser fassen“, sagt Jewtuschenko.

Versorgungssystem kommt an die Grenzen

Seit etwas mehr als einer Woche sei ein starker Anstieg zu verzeichnen. „Die Geschwindigkeit, mit der die Zahlen ansteigen, bereiten uns Sorgen. Deshalb warnen wir rechtzeitig.“

Die prozentuale Steigerung liege bisher bei circa 13 Prozent. „Sollte sich der Verbrauch nochmal um etwa diese Menge steigern, wird es eng“, sagt Jewtuschenko. Dabei ist nicht die Ressource Wasser knapp. Viel mehr kommt bei einem hohen Verbrauch das Versorgungssystem, das nur für eine bestimmte Menge ausgelegt ist, an seine Grenzen.

Eine erste Maßnahme, um dem entgegen zu wirken, ist die Reduzierung des Wasserdrucks. Als nächstes würden Großverbraucher, die auf Wasser verzichten können von der Versorgung genommen. Dazu zählen zum Beispiel Autowaschanlagen. In einem dritten Schritt würde die Wasserversorgung in einzelnen Straßenzügen unterbrochen werden.

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