Nicht immer ist der heimische Arbeitsplatz ideal. Besonders Mütter und Väter müssen manchmal mit besonderen Herausforderungen kämpfen. Trotzdem geht der Trend auch in Bremen zum mobilen Arbeiten. Foto: Pixabay
Arbeit

Homeoffice auch nach Corona

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Eine Umfrage zeigt: Bremer Unternehmen wollen Beschäftigte auch weiterhin zu Hause arbeiten lassen.

Noch vor einem halben Jahr war es die Ausnahme, jetzt ist es fast schon die Regel: Homeoffice. Die Beschäftigten arbeiten nicht mehr im firmeneigenen Büro, sondern zu Hause. Auch viele Bremer sind in Heimarbeit. Genaue Zahlen gibt es nicht, aber eine Umfrage unter Bremer Unternehmen bestätigt den Trend.

Auch der Energieversorger SWB hatte wegen der Corona-Pandemie Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt, jetzt wollte er von ihnen wissen, wie sie die neue Hausarbeit finden. „Die Erfahrungen waren zu etwa 80 Prozent positiv. Viele waren der Meinung, dies sei eine tolle Form des Arbeitens“, sagt SWB-Sprecherin Angela Dittmer.

BLG plant Homeoffice im kaufmännischen Bereich

Nun werde verhandelt, in welcher Form das Homeoffice beibehalten werden könne. „Grundsätzlich können wir uns das gut vorstellen. Denkbar sind vor allem auch Mischformen, in denen ein paar Tage von zu Hause und ein paar Tage im Büro gearbeitet werden“, sagt Dittmer.

Beim Logistikkonzern BLG schufteten zu Spitzenzeiten rund 700 der insgesamt 3.000 Beschäftigten zu Hause. „Das betrifft bei uns aber nur den kaufmännischen Bereich“, erklärt Sprecherin Vivien Kretschmann. Im gewerblichen Bereich habe es kein Homeoffice gegeben, wird es auch nicht geben. „Grundsätzlich wollen wir alle wieder ins Büro zurückkehren, können uns aber für die Zukunft Homeoffice auch im kaufmännischen Bereich vorstellen“, sagt Kretschmann.

Sparkasse setzt weiter auf Büroarbeit

Bei der Sparkasse Bremen war der Homeoffice-Anteil etwas geringer. „In der Hochphase der Corona-Pandemie arbeiteten um die 130 von rund 1.200 Mitarbeitern mobil“, sagt Sprecherin Nicola Oppermann. Die Erfahrungen der Kollegen seien aus persönlichen Gründen oft gemischt gewesen.

„Die Sparkasse kann sich vorstellen, mobiles Arbeiten einzuführen, für Ausnahmesituationen und akute Bedarfe. Als Bank unterliegen wir besonderen Regulatorien. Deshalb sind dezentrale Lösungen nicht für alle Arbeitsbereiche sinnvoll“, schränkt sie ein.

IT-Branche schon vorher an mobiles Arbeiten gewöhnt

Fast alltäglich ist mobiles Arbeiten dagegen bei IT-Unternehmen wie dem Team Neusta. „Wir haben bestehende Prozesse für Arbeiten im Büro, unterwegs oder von zu Hause. Seit März ist ein Großteil der Mitarbeiter im Homeoffice tätig – zu Spitzenzeiten waren das rund 85 Prozent“, sagt Geschäftsführer Heinz Kierchhoff.

Fest steht: Nach Corona dürften mehr Beschäftigte zu Hause arbeiten als vor Corona.

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