Abgestellte und scheinbar herrenlose schrottreife Autos können dem Innenressort gemeldet werden. Rührt sich der Besitzer vier Wochen nach dem Abschleppen nicht, landet das Auto auf dem Schrottplatz oder wird versteigert. Archivfoto: WR
Schrottautos

Rostlauben verschwinden aus der Stadt

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Seit zwei Jahren läuft die Abschleppaktion: Das Innenressort hat bisher fast 1.000 Schrottautos entfernt.

So langsam verschwinden sie aus dem Bremer Stadtbild – die Schrottautos, denen Innensenator Ulrich Mäurer den Kampf angesagt hatte. Im Juli 2018 startete er die Aktion.

Seither ließ das Ordnungsamt nach eigenen Angaben insgesamt 957 schrottreife Autos abschleppen, die viele öffentliche Parkplätze blockierten. Allein in diesem Jahr nahm das Ordnungamt schon 249 an den Haken.

Innenressort zieht positive Bilanz

„Das ist ein gutes Ergebnis. Das regelmäßige Entfernen dieser Autos aus dem öffentlichen Verkehrsraum trägt dazu bei, dass die Unordnungserscheinungen weiter zurückgedrängt werden und stärkt das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung“, sagt Karen Stroink, Sprecherin des Innenressorts.

Die Anzahl der gemeldeten Schrottautos sei rückläufig. „Gleichwohl wird die Entfernung derartiger Fahrzeuge aus dem öffentlichen Verkehrsraum nach unserer Einschätzung eine dauerhafte Aufgabe darstellen“, sagt sie. Die meisten Meldungen stammen derzeit noch aus Gröpelingen, Walle, Neustadt, Woltmershausen und Blumenthal.

Die meisten Halter holen die Autos wieder ab

Weniger positiv fällt das Zwischenfazit dagegen aus finanzieller Sicht aus. So fielen etwa im Jahr 2019 Abschleppkosten von rund 86.000 Euro an. Gleichzeitig wurden im selben Jahr zwei Auktionen durchgeführt und 40 Fahrzeuge versteigert.

Dabei wurden Erlöse in Höhe von rund 28.400 Euro eingenommen. Dazu kamen Einnahmen von 61.000 Euro von den Haltern, die ihre Autos wieder abgeholt hatten.

Versteigerungen fallen momentan aus

In diesem Jahr jedoch fallen die Versteigerungen aufgrund der Corona-Pandemie aus. „Wenn der Bedarf da ist, werden wir ein Hygienekonzept erstellen und wieder versteigern. Wann das sein wird, ist aber noch nicht absehbar“, erklärt Stroink. Gleichzeitig entstanden 2020 insgesamt 48.555 Euro an Abschleppkosten.

Wird ein Fahrzeug vom Ordnungsdienst markiert, können sich die Fahrzeughalter innerhalb von vier Wochen melden – sonst droht den Autos die Schrottpresse oder sie werden versteigert. Bevor das passiert, können Betroffene ihr Auto auf dem Gelände der Abschlepp- und Bergungsgesellschaft in der Simon-Bolivar-Straße 38 in Bremen-Stadt abholen oder bei der Autohandels- und Verwertungsgesellschaft in Bremen-Nord, Martinsheide 10.

Schrottautos melden

Bürger, die ein Gefährt entdecken, das nicht fahrtüchtig ist, können den Standort des Schrottautos per E-Mail an die Adresse abschleppmassnahmen@­ordnungsamt.bremen.de melden.

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