Auf dem Boden kleben jetzt Markierungen. Sie helfen den Schülern, Abstand zu halten. Foto: Holz Auf dem Boden kleben jetzt Markierungen. Sie helfen den Schülern, Abstand zu halten. Foto: Holz
Schul- und Kitastart

Schulalltag in der Pandemie

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Mit welchen Maßnahmen ein möglichst regulärer Unterricht erfolgen soll.

Gemeinsames Singen im Klassenzimmer ist verboten, Räume sollen regelmäßig gelüftet werden und der Unterricht soll möglichst in den Schulen erfolgen und nicht zu Hause übers Internet.

Vor dem Beginn des neuen Schuljahrs in der kommenden Woche hat die Bildungsbehörde ein 37-seitiges Rahmenkonzept erstellt. Den Schulen soll es Orientierung geben, individuelle Anpassungen je nach Ort sind möglich. Ziel der Behörde ist ein möglichst regulärer Unterricht.

Konzept mit Notfallplan

In dem Konzept steht aber auch, dass unter Umständen „über gewisse Zeiträume einzelne Klassen oder Lerngruppen nicht in der Schule beschult werden können oder auch eine ganze Schule oder sogar mehrere geschlossen werden müssen“.

Um zu verhindern, dass es zu Infektionen kommt, gilt neben den bestehenden Hygieneregeln das Kohortenprinzip: Dafür werden feste Gruppen bestimmt (zum Beispiel eine Klasse oder ein Jahrgang), innerhalb derer die Abstandsregeln aufgehoben werden. Im Infektionsfall lassen sich Kontakte und Infektionswege nachvollziehen, Schulen müssten dann nicht komplett geschlossen werden.

Distanzunterricht für Risikogruppen

Kann aufgrund des Infektionsgeschehens in der Schule vorübergehend kein oder nur eingeschränkter Unterricht erfolgen, gibt es Distanzunterricht. Für Schüler, die zur Risikogruppe gehören, gilt er schon von Beginn des Schuljahres an.

In einigen Klassen werden sie zum Beispiel per Video dazu geschaltet. Um das digitale Lernen und den Unterricht von zu Hause zu gewährleisten, erhalten in den kommenden Wochen Schüler und Lehrer Tablets – insgesamt etwa 90.000 Stück.

Lehrkräfte weiterbilden

Die Lehrkräfte sollen sich in der Nutzung von digitalen Angeboten fortbilden und Schüler auf das digitale Lernen vorbereitet werden. Eltern von Grundschülern sollen als „Lernbegleiter“ einbezogen werden.

Deshalb achtet die Behörde darauf, dass die Eltern in den Sprechzeiten und in den Gespräch über die Lernentwicklung ihrer Kinder auf dem Laufenden gehalten werden.

Im Präsenzunterricht soll laut Behörde auch stets auf den Distanzunterricht vorbereitet werden, zum Beispiel indem das selbstständige Lernen gefördert wird. „Das flexible Reagieren auf phasenweise unterbrochenen Präsenzunterricht bestimmt die Planung des gesamten Schuljahres“, heißt es in dem Konzept.

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