Senatorin Maike Schäfer lässt sich von Georg Sandkühler, Faun Entwicklungsleiter, erklären, wie der wasserstoffbetriebene Müllwagen fährt. Foto: Holz
Wasserstoffbetrieben

Autopremiere in Bremen

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Zum ersten Mal in Deutschland ist ein wasserstoffbetriebenes Müllfahrzeug im Einsatz - und zwar in Bremen.

„Ich bin überzeugt, dass Wasserstoff der Antrieb der Zukunft ist“, sagt Maike Schäfer, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität beim Testbetrieb des ersten wasserstoffbetriebenen Müllfahrzeugs in Deutschland. Vom 10. bis 24. August wird der Wagen bei der Bremer Abfalllogistik zum Einsatz kommen und ausführlich geprüft werden. „Bremen ist hier echter Vorreiter“, findet die Senatorin.

„Die erste Testfahrt lief problemlos und geräuschlos“, sagt Volker Ernst, Geschäftsführer der Abfalllogistik Bremen. Der realistische Einsatz solcher Fahrzeuge in Bremen sei 2021 oder 2022. „Wir werden aber erst einmal mit ein oder zwei Fahrzeugen beginnen, um über einen längeren Zeitraum zu beobachten, welche Herausforderungen es noch zu meistern gilt.“

Dreifache Kosten

Die Kosten eines wasserstoffbetriebenen Fahrzeugs betragen das Dreifache eines normalen Müllfahrzeugs: „Momentan liegt der Preis bei 750.000 Euro pro Wagen, der aber bei höheren Produktionszahlen noch sinken wird.“, sagt Ernst. „Wir müssen darauf achten, dass die neuen Fahrzeuge nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch langfristig effizient sind. Aber ich bin optimistisch, dass wir das hinbekommen.“

Auch die Bundesregierung sieht in Wasserstoff den Treibstoff der Zukunft. Deshalb unterstützt sie Projekte wie dieses, wobei 40 bis 80 Prozent der Mehrkosten gefördert werden, erklärt Ernst.

Firma aus Osterholz-Scharmbeck

Das Fahrzeug „Bluepower“ wird von der Firma Faun in Osterholz-Scharmbeck produziert. „Wasserstoff ist die beste Alternative“, sagt Patrick Hermannspann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Faun Gruppe. „Ein Wasserstofffahrzeug ist drei mal effizienter als ein Diesel. Zudem kann man Wasserstoff tanken.“ Dies sei der Vorteil gegenüber Elektro-Autos, die erst stundenlang geladen werden müssen.

Bis 2025 will Faun mehr wasserstoffbetriebene Fahrzeuge als Dieselfahrzeuge herstellen. „Wasserstoff hilft uns im Kampf gegen den Klimawandel“, sagt Hermannspann. „Er ist leicht, gut lagerbar und transportabel.“

Emissionsfreie Zukunft

Dabei sei Wasserstoff aber nicht nur gut für emissionsfreie Luft, sondern verringere auch die Lärmbelästigung. Das Fahrzeug läuft mit einem Antrieb, bei dem Wasserstoffbrennzellen mit Batterie-Technologie kombiniert werden. Mit Hausmüll könne neuer Wasserstoff erzeugt werden. So entstehe ein geschlossener Kreislauf. „Unser Ziel für die Zukunft ist emissionsfreie Luft, nicht nur in Bremen, sondern überall“, sagt Hermannspan. „Nur mit Wasserstoff können wir einen klimaneu­tralen Verkehrssektor erreichen.“

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