Hofft auf Fitness und Gesundheit: Ömer Toprak Foto: Nordphoto Ömer Toprak soll auf dem Platz eine Chefrolle übernehmen. Im Trainingslager im Zillertal trainierte er zum Auftakt aber nur individuell. Foto: Nordphoto
Toprak Gesundheit

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Ömer Toprak soll nach vielen Verletzungspausen endlich die erhoffte Verstärkung für Werder werden.

Um die bisherige Geschichte des Ömer Toprak bei Werder Bremen zu erzählen, reichen im Grunde zwei Zahlen: 3510 und 809. Die Rechnung geht nämlich so: 3510 – das ist die maximale Anzahl an Einsatzminuten, auf die Ömer Toprak hätte kommen können, wenn er in der vergangenen Saison alle Spiele in Bundesliga, Relegation und DFB-Pokal von Anfang bis Ende bestritten hätte. Das hat bei Werder Bremen niemand geschafft, ist ja klar. Aber die 809 steht für die tatsächliche Einsatzzeit des Innenverteidigers – was bedeutet: 77 Prozent der Saison verpasste Toprak wegen diverser Verletzungen und körperlicher Beschwerden.

Extrem erfreulicher Zustand

„Eine schwierige Zeit“ nennt Werder-Coach Florian Kohfeldt deshalb Topraks erste Saison in Bremen – und das ist sogar noch reichlich verniedlichend. Die erwartete Verstärkung konnte der Neuzugang aus Dortmund nicht sein, von der zweiten Spielzeit versprechen sich jetzt alle bei Werder deutlich mehr – Ömer Toprak sicherlich inklusive. Kohfeldt sagt es so: „Es besteht eine gute Möglichkeit, dass wir den Spieler, den wir uns bei seiner Verpflichtung erhofft haben, noch sehen werden.“
Der Coach stützt seine Hoffnung auf die Eindrücke der ersten Trainingstage der Sommervorbereitung. Ömer Toprak habe sich bislang in einem „extrem erfreulichen gesundheitlichen Zustand“ präsentiert: „Er war gleich auf einem ganz anderen körperlichen Level.“

Mann für Chefrolle

Völlig unfit war der heute 31-Jährige vor einem Jahr beim Wechsel zu Werder allerdings auch nicht in Bremen angekommen. Aber danach wurde er ein ums andere Mal zurückgeworfen. Doch das sei Vergangenheit, betont Kohfeldt und wirbt um Geduld und Vertrauen in den Mann, der gekommen war, um die Bremer Abwehrprobleme zu beheben. Der Auftrag besteht immer noch. Ob Ömer Toprak ihn nun mit Verspätung erfüllen kann?
Der Werder-Coach glaubte vor dem Beginn des Trainingslagers im Zillertal fest daran: „Jetzt lassen wir Ömer mal richtig in Tritt kommen und eine gute Vorbereitung spielen. Das Wichtigste ist, dass er gesund bleibt und seine Physis erlangt.“ Dann könne der ehemalige türkische Nationalspieler ein Chef auf dem Platz werden.

Wertschätzung ist hoch

Vielleicht auch ein Chef abseits des Rasens. Denn dass Kohfeldt den erfahrenen Abwehrspieler am Ende der Vorbereitung in den neuen Mannschaftsrat von Werder Bremen beruft, ist nicht auszuschließen. An der Wertschätzung des Trainers für den Spieler Toprak wird es jedenfalls nicht scheitern, „die habe ich immer betont“, sagt Kohfeldt, will sich aber auch nicht zu früh festlegen: „Das lasse ich noch total offen.“
Zum Auftakt des Trainingslagers im Zillertal absolvierte der Innenverteidiger aber nur das Aufwärmprogramm mit der Mannschaft – danach trainierte noch ein wenig individuell, bevor er zurück zum Hotel radelte. Größerer Probleme soll er aber nicht haben, so ist zu hören.

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