Zum neuen Ausbildungsjahr begrüßt die Stadtverwaltung Delmenhorst insgesamt 28 junge Menschen auf ihrem Karriereweg.Foto: Konczak Zum neuen Ausbildungsjahr begrüßt die Stadtverwaltung Delmenhorst insgesamt 28 junge Menschen auf ihrem Karriereweg.Foto: Konczak
Lehrstellen

Es gibt noch 137 offene Lehrstellen in Delmenhorst

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In Delmenhorst sind 137 Ausbildungsplätze noch unbesetzt. Gleichzeitig suchen 335 Bewerber eine Lehrstelle

„Im Vergleich zum Vorjahr gab es sowohl mehr unversorgte junge Menschen als auch offene Lehrstellen“, berichtet Karin Kayser, Geschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit Delmenhorst. Sie rät den Suchenden, sich weiter zu bewerben. „Es gibt in der Region in vielen Berufen noch freie Ausbildungsplätze“, betont sie.

Wer sich unsicher ist, welche Berufe den eigenen Neigungen entsprechen, kann sich an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit wenden. „Unsere Angebote sind immer auf dem neuesten Stand. Wer uns seine Interessen meldet, bekommt entsprechende Angebote frei Haus zugeschickt“, sagt Kayser.

Fündig wird man auch auf der Homepage der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land. Dort sind aktuell rund 80 Angebote gelistet. Das reicht von Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik über Bäcker und Dachdecker bis zu Feinwerkmechanikern, Kraftfahrzeugmechatronikern und Zimmerern.

Stellenbörse des Handwerks

Per Klick findet man in dieser Stellenbörse alle relevanten Daten. Auch Sven Jochims, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land, kennt aus Gesprächen mit Firmeninhabern die Problematik. Er empfiehlt die direkte Kontaktaufnahme mit den Handwerkern. „Ein Ausbildungsbeginn ist ohne große Probleme noch zum 1. September oder sogar Anfang Oktober möglich“, betont Jochims.

Weniger Betriebspraktikanten

Einen möglichen Grund für das Fehlen von Lehrlingen sieht er in der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren. „Dadurch fehlt ein vollständiger Jahrgang. Das wirkt sich auf andere Branchen aber noch stärker aus als auf das Handwerk“, ist Jochims überzeugt. Viel gravierender sei, dass den Corona-Maßnahmen die Berufsinformationsveranstaltungen zum Opfer gefallen seien und weniger Schüler ein Betriebspraktikum absolvierten. „Daraus sind in der Vergangenheit vielfach Ausbildungsverhältnisse hervorgegangen“, erklärt Jochims.

Ausbildungsbeginn im Herbst möglich

Er kennt aber auch Betriebe, die aufgrund von Unsicherheit über ihre wirtschaftliche Zukunft momentan keine neuen Lehrlinge einstellen. Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft hofft, dass auch nach dem klassischen Ausbildungsbeginn am 1. August noch neue Azubis im Handwerk anfangen. „Denn zukünftige Fachkräfte, die wir heute nicht ausbilden, fehlen uns morgen“, betont er.

Ausbildungsprämie

Für kleine und mittelgroße Betriebe, die von der Corona-Pandemie besonders betroffen sind, bietet der Bund eine Ausbildungsprämie. Arbeitgeber rufen unter 0800 / 45 5 55 20 (gebührenfrei) an. Jugendliche und deren Eltern können mit der Berufsberatung einen Termin unter 0800 / 4 55 55 00 vereinbaren.

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