Auch das Steigenberger Hotel muss sich auf ein außergewöhnliches Wintergeschäft einstellen. Im Gegensatz zu anderen Gastronomie-Unternehmen darf es seine Terrasse im Winter nicht nutzen.Foto: Schlie Auch das Steigenberger Hotel muss sich auf ein außergewöhnliches Wintergeschäft einstellen. Im Gegensatz zu anderen Gastronomie-Unternehmen darf es seine Terrasse im Winter nicht nutzen. Foto: Schlie
Wintergeschäft 2020

Ungewohnte Feiern

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Was Bremer Hoteliers und Gastronomen zu Kohlfahrten, Weihnachten und Silvester planen.

Noch wollen Bremens Gastronomen das Wintergeschäft nicht abschreiben – auch wenn die wenigsten Gäste bei Minustemperaturen im Freien sitzen möchten.

Denn trotz der Corona-Pandemie treffen zunehmend Anfragen für Weihnachtsfeiern, Silvesterpartys und Kohlfahrten ein. Diese Veranstaltungen machen einen wesentlichen Teil der Einnahmen aus. Dennoch wird das Geschäft nicht so ablaufen wie in den vergangenen Jahren.

Ausschließlich Menüs anbieten

„Wenn jemand bei uns eine Weihnachtsfeier bucht, bieten wir sie ihm natürlich auch an“, sagt Alexander Skibbe, seit rund einem Jahr Direktor des Bremer Steigenberger Hotels.

Aber langfristig zu planen sei nicht möglich, sagt der gebürtige Berliner. Denn niemand wisse, was passiere und wie sich die Infektionszahlen und die Auflagen entwickelten.

Eine Maßnahme habe er aber schon getroffen: Für Weihnachtsfeiern werde das Steigenberger Hotel in diesem Jahr ausschließlich Menüs anbieten. Rund 45 Gäste könnten unter Einhaltung aller Abstandsregeln im Restaurant Platz nehmen, je nachdem, wie die Tische belegt würden, sagt Skibbe.

Keine Silvesterfeiern geplant

Denn grundsätzlich gilt weiterhin die Corona-Verordnung, nach der maximal zehn Personen aus unterschiedlichen Haushalten zusammenkommen dürfen.

Auch die Silvesterfeier, die Steigenberger bisher gemeinsam mit dem benachbarten Varieté-Theater GOP ausrichtete, muss in diesem Jahr entfallen. „Wir bieten aber ein Silvesteressen für unsere Hotelgäste an“, verspricht Hoteldirektor Skibbe.

Zwar verfügt das Steigerbeger auch über eine Terrasse mit Blick auf die Weser, aber nach draußen ausweichen darf Skibbe im Gegensatz zu anderen Gastronomen nicht. Denn die Terrasse muss er alljährlich im Oktober räumen – sie ist Teil des Hochwasserschutzes.

Erste Unternehmen haben allerdings schon ihre traditionelle Weihnachtsfeier abgesagt und die Buchungen storniert. „Ich gehe davon aus, dass noch weitere Firmen ihre Feier stornieren werden“, sagt Skibbe.

Regeln können sich schnell ändern

Hilko Otten, Geschäftsführer des Friesenhofs und der Schüttinger Gasthaus Brauerei, hat schon viele Anfragen für Weihnachtsfeiern und Kohlfahrten erhalten. „Weihnachten sind wir nach jetzigem Stand sogar teilweise ausgebucht“, sagt Otten. Ob dies so bleibe, könne jedoch niemand sagen. Bereits bei der Buchung weise er seine Gäste darauf hin, dass sich die Regeln jederzeit ändern können.

„Wenn die Infektionszahlen weiter steigen, können aus den zehn Personen auch schnell wieder weniger werden“, ist sich Otten bewusst. Wenn Buchungen dann storniert werden müssten, erhielten die Gäste ihre Anzahlung zurück. Dazu rät auch der Branchenverband Dehoga.

„Es sollte möglichst flexibel geplant werden. Wenn Buchungen kommen, sollten sie auch angenommen werden“, empfiehlt Nathalie Rübsteck, Hauptgeschäftsführerin der Bremer Dehoga. „Absagen kann man später, wenn nötig, noch immer.“

Keine Partys nach dem Essen

Auch im Friesenhof und Schüttinger wird es in diesem Jahr keine Silvesterfeier geben, ein Menü sei allerdings denkbar. „Wenn der Alkoholpegel steigt, wird es schwierig. Deshalb bieten wir auch für Kohlfahrten und Weihnachtsfeiern nur das Essen und keine Partys dazu an“, sagt Otten.

300 Plätze konnte er im Friesenhof sonst belegen, in diesem Jahr sind es nur rund 150. Im Schüttinger können wegen der engen Gänge derzeit nur 40 Prozent der sonst 300 Plätze besetzt werden.

Barry Randecker, der die Meierei im Bürgerpark betreibt, setzt trotz Winter auf Außengastronomie. Er will im Innenhof Zelte aufbauen.

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