Besorgte Bürger haben dieses „Warnschild“ im Tiergarten angebracht. Foto: Konczak
Möller-Gelände

Welsewasser im Normalbereich

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Stadtverwaltung und Feuerwehr informieren öffentlich über den Sachstand auf dem sogenannten Möller-Gelände.

Endlich herrscht Klarheit über die Wasserqualität in der Welse im Bereich des Tiergartens. Seit Anfang dieser Woche liegen erste Ergebnisse der Wasserproben vor, demnach soll der chemische Zustand des Flusses seit Ende vergangener Woche wieder im Normalbereich sein. Auch eine mögliche Verunreinigung mit Asbeststaub der unmittelbaren Umgebung rund um das sogenannte Möller-Gelände an der Oldenburger Straße schließen die Prüfer aus.

Tote Fische in der Welse

Am Abend des 24. September brannte eine Lagerhalle auf dem Gelände der ehemaligen Kunststofffabrik. Am darauf folgenden Tag wurden tote Fische in der Welse gemeldet. Anwohner, aber auch Politiker, vermuteten einen Zusammenhang. Auf dem Gelände wurden beachtliche Mengen von Reinigungstabletten, Flüssigseife, Altöl sowie Diesel gelagert, deren Behälter teilweise vom Feuer zerstört wurden. Die Flüssigkeiten können sich mit dem Löschwasser vermischt haben und über das Kanalsystem in die Welse gelangt sein.

Fische sieht man momentan keine mehr in der Welse, im Bereich des Tiergartens. Foto: Konczak

Der städtische Fachdienst Umwelt entnahm am 29. September an mehreren Stellen der Welse Wasserproben: vor und hinter der Einleitstelle der Straßenentwässerung der Straße „Hinter dem Tiergarten“, im Innenbereich des Tiergartens sowie im Brückenbereich in Höhe Kantstraße, bei Kaufland und bei der Nordenhamer Straße. Bereits am 25. September hatte die Polizei Wasserproben entnommen.

Wasserproben an fünf Stellen

„Nach derzeitigem Kenntnisstand sind sowohl das reine Löschwasser als auch der vorhandene verunreinigte Boden auf dem Möller-Gelände nicht die Ursache für das Fischsterben“, berichtet Timo Frers, Pressesprecher der Stadt Delmenhorst. Da die Container mit den Reinigungsmitteln bereits zu Beginn des Brandes geschmolzen waren, können die Flüssigkeiten durchaus in die Umwelt gelangt sein.

Anwohner und Teile der Politik beklagen zahlreiche Versäumnisse rund um das verwahrloste Areal, auch auf Seiten der Behörden. So beklagen die Bürger, dass die Kontaminierung des Bodens und die Lagerung von Schrottteilen der Verwaltung seit langem bekannt sein müssten aber nichts dagegen unternommen wurde.

Boden nicht kontaminiert

„Der Stadtverwaltung liegen zwei geologische Gutachten zur Altlastensituation vor. Demnach besteht der Boden größtenteils aus Bauschutt, Sand und Ziegelbruch. Vereinzelt treten Holzkohlen und Schlacken auf. Der Boden ist nachweisbar nicht kontaminiert“, sagt der Stadt-Pressesprecher. „Klar ist aber, dass die Lagerung der Reinigungsmittelcontainer nicht genehmigt war und auch nicht genehmigungsfähig gewesen wäre“, betont Fers. Die Stadtverwaltung gibt zu bedenken, dass sich widerrechtliches Verhalten Einzelner nicht durch behördliche Regulierungen verhindern lasse.

„Die Verwaltung schlägt die Umwandlung des Gewerbegebietes in ein Wohngebiet vor“, so Fers. Auch die Bürgerinitiative Deichhorst wünscht sich einen kontruktiven Dialog in alle Richtungen, um eine positive Veränderung auf dem Möller-Gelände herbeizuführen. „Unser Blick ist dabei in die Zukunft gerichtet“, berichtet Wiebke Machel, Sprecherin der Initiative. Interessenten erreichen die Gruppe per E-Mail an BI-Deichhorst@gmx.de oder in der Facebookgruppe „Bürgerinitiative Deichhorst“.

Öffentliche Informationsveranstaltung

Für Dienstag, 13. Oktober, 17 Uhr, ist eine öffentliche Informationsveranstaltung im Veranstaltungszentrum Com.media auf der Nordwolle, Lahusenstraße 25, geplant. Diese wird zurzeit vorbereitet. Die Feuerwehr und die Verwaltung werden zum aktuellen Stand der Dinge berichten, um dann in einem Austausch mit den Anwohnerinnen und Anwohnern offene Fragen zum Brandgeschehen, dessen Auswirkungen und zu möglichen städtebaulichen Perspektiven zu beantworten. Dieser Wunsch entspricht auch dem vorliegenden politischen Eilantrag der Delmenhorster Liste, Bündnis 90/Die Grünen, CDU-Fraktion und Gruppe FDP/UAD vom 29. September.

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