Warten auf Container: Auch Bremerhaven leidet unter der Corona-Krise. Foto: Schlie
Corona-Krise

Bremens Häfen schlagen weniger Container um

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Konkurrenz-Häfen in Rotterdam und Antwerpen kommen besser durch die Krise.

Bremens Häfen entwickeln sich schlechter als die wichtigsten ausländischen Nordsee-Konkurrenten Rotterdam und Antwerpen. In den ersten drei Quartalen 2020 wurden in den bremischen Häfen knapp 3,5 Millionen Container umgeschlagen, 6,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Noch schlechter schnitt Hamburg ab. Im größten deutschen Seehafen sank der Containerumschlag sogar um 9,9 Prozent.

Dagegen verzeichnete Rotterdam, Europas größer Seehafen, nur ein Minus von 4,7 Prozent. Noch glimpflicher kam Antwerpen durch die Corona-Krise. Der belgische Hafen registrierte einen leichten Rückgang von 0,1 Prozent.

Ende des Sommers stieg die Nachfrage

Trotz des relativ großen Verlusts in Bremen will Hafensenatorin Claudia Schilling „weiter in unsere Häfen investieren“, wie sie ankündigte. „Denn ich bin mir sicher, dass die Kernbereiche unserer Häfen, der Containerumschlag und der Automobilumschlag, wieder die Chance bekommen zu wachsen.“

Gebremst werden könnte das Wachstum kurzfristig durch den weltweiten Mangel an Containern. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang 2020 brachen die Aufträge ein. Die Reeder legten Schiffe still. Doch gegen Ende des Sommers stieg plötzlich die Nachfrage. Allein die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd verschiffte vor Weihnachten mehr als 400.000 Container wöchentlich, wie Vorstandschef Habben Jansen sagte. Üblich seien zu dieser Jahreszeit höchstens 250.000 Container.

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