Cord Warneke (rechts) erzählt Moderator Johannes Hübner die außergewöhnliche Geschichte seines Motorrades, einer Rudge Spezial von 1937/38. Das Gefährt wird bei der Bremen Classic Motorshow vorgestellt.Foto: M3B GmbH / Sven Wedemeyer
Digitale Planung

Gefühle per Livestream

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Messegesellschaft verlegt Veranstaltungen ins Internet: auch die Classic Motorshow.

Fünf Stunden statt drei Tage – die Bremen Classic Motorshow am kommenden Samstag fällt kürzer aus als in den Vorjahren. Auch die Präsentation ändert sich: Die Oldtimer-Schau wird per Livestream ins Internet verlegt.

Es ist nicht die erste Online-Veranstaltung der stadteigenen Messegesellschaft M3B. Schon die internationale Kuntsstoff-Konferenz ITHEC und die Messe „Leben und Tod“ sind aufgrund der Corona-Pandemie ins Internet gegangen. Auch die Musik-Fachemesse „jazzahead!“ im April wird virtuell unterwegs sein: Registrierte Fachbesucher können die Showcase-Konzerte im Livestream verfolgen, andere können sie zeitversetzt online sehen.

Neues Gewand

Die Clubnight, bei der über die Stadt verteilt viele Konzerte an einem Abend erklingen, soll in diesem Jahr im neuen Gewand erscheinen.
„Diese Zeiten fordern von uns höchste Flexibilität“, sagt M3B-Sprecherin Christine Glander. Bei aller digitaler Planung laufen Gespräche mit den zuständigen Behörden, um Konzepte für die klassische Veranstaltungen wieder zu ermöglichen.

Denn die Messemacher sehen deutlich mehr Vorteile in Präsenzveranstaltungen. „Eine Messe finanziert sich durch die Vermietung von Ständen auf Messen plus die dazugehörige Technik und Eintrittsgelder der Besucher. Stände können wir derzeit nicht vermieten, digitale Formate kostenpflichtig an den Mann und die Frau zu bringen, ist einfach etwas ganz anderes. Die gesamte Messewelt hat noch keine allumfassende digitale Lösung“, sagt Glander. Nur bei Präsenzveranstaltungen könne man ein Gefühl für das Produkt bekommen, könne sich austauschen oder persönlich beraten lassen. Bei digitalen Fachkongressen fehle auch das Gespräch unter Kollegen. Die Messegesellschaft geht aktuell davon aus, dass sie im dritten Quartal wieder Präsenzveranstaltungen anbieten kann.

Digitale Formate

Bis dahin setzen die Planer auf digitale Formate – wie eben für die Bremen Classic Motorshow. Auch übers Internet sollen bei der Autoschau Emotionen rüberkommen: Zum Beispiel wenn Cord Warneke die bewegende Geschichte seiner Rudge Special 1937/38 erzählt oder wenn es um ein Vater-Tochter-Duo aus Schwanewede geht, das mit einem Trabant 601 Universal eine Rallye durch 20 Länder gefahren ist.

Neben dem Live-Stream wird es auch einen Online-Marktplatz geben, auf dem Oldtimer-Liebhaber nach Ersatzteilen oder Klassikern stöbern können. Die digitale Fahrzeugbörse und der Teilemarkt sind bis zum 1. Mai online verfügbar.

Info zur BMC

Die Bremen Classic Motorshow ist am kommenden Sonnabend von 15 bis 20 Uhr nur im Internet zu sehen. Der Livestream mit der Auto-Sonderschau „Biedermann & Brandstifter“, Fahrzeugpräsentationen und weiteren Einblicken in die Oldtimerwelt sind unter classicmotorshow.de/saisonstart abrufbar.

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