Dank moderner Technik besuchten am Freitag knapp 200 Besucher den Neujahrsempfang des Hanse-Wissenschaftskolleg.Foto: Konczak Dank moderner Technik besuchten am Freitag knapp 200 Besucher den Neujahrsempfang des Hanse-Wissenschaftskolleg.Foto: Konczak
Corona

HWK bietet Neujahrsempfang erstmals digital an

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Zu Besuch im Hanse-Wissenschaftskolleg. Allerdings vorerst nur digital. So auch beim Neujahrsempfang.

Das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) am Rande von Delmenhorst ist besser als befürchtet durch das Corona-Jahr 2020 gekommen. Um das zu feiern, aber auch um dem Stiftungsrat, dem Delmenhorster Oberbürgermeister Axel Jahnz, den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes der Stadt Delmenhorst sowie den Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirates und allen Freunden und Förderern des Institute for Advanced Study zu danken, nutzt das HWK-Team alljährlich den Neujahrsempfang mit geladenen Gästen. Diese liebgewonnene Tradition wurde ein Opfer der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Digitaler Neujahrsempfang

Um nicht völlig darauf zu verzichten und um Bilanz ziehen zu können, stellten die Rektorin Prof. Kerstin Schill und ihr Team kurzerhand einen digitalen Neujahrsempfang auf die Beine. Das war außerdem eine gute Gelegenheit, der breiten Öffentlichkeit auch gleich eine der wichtigsten und nachhaltigsten Schritte zu demonstrieren, den das HWK gemacht hat. Denn vor allem in Sachen Digitalisierung hat sich viel getan. Dadurch kann die Geschäftsleitung ihre Hausgäste täglich per E-Mails auf dem laufenden halten. Auch für Konferenzen und Team-Besprechungen wurde das Internet zu einem unerlässlichen Faktor. Doch das ist noch nicht alles.

30 digitale Fachveranstaltungen

„Die Hörsaaltechnik wurde umfassend erneuert. 30 Fachveranstaltungen fanden bereits digital statt. Das hat sogar den Vorteil, dass unsere Fellows leichter mit Kollegen anderer Institutionen sowie ehemaligen Fellows auf der ganzen Welt kommunizieren können“, betont Schill. Anders der Veranstaltungsbereich: Unter regulären Bedingungen kommen jährlich über 2.000 Wissenschaftler zu Workshops und Tagungen ins Haus. Auch die öffentlichen Vorträge, die monatlich bis zu 120 Personen aus der ganzen Region nach Delmenhorst ziehen, mussten ausfallen. Schill hofft, dass im HWK zeitnah die öffentlichen Abendvorträge wieder aufgenommen werden können. Momentan prüft man die Möglichkeit, die Vorträge auch überregional anzubieten und befindet sich dazu in Gesprächen mit Bildungspartnern.

37 Fellows

Trotz aller Einschränkungen durch die Pandemie, war das HWK mit 37 Fellows fast komplett ausgelastet. Erstmals waren mit den Komponisten Thorsten Encke und Vlad R. Baciu nach langer Zeit auch wieder Musiker unter den Gästen. Die An- und Abreisen der Fellows wurden durch internationale Reisebeschränkungen allerdings erheblich behindert. Während manche von ihnen gar nicht anreisen durften, waren andere, die nicht nach Hause zurückkehren konnten, im HWK gestandet. „Wir empfinden es als großes Lob, dass die Fellows uns zu verstehen gegeben haben, dass wir ihnen in Delmenhorst einen sicheren Hafen in dieser Krisenzeit bieten konnten und den besten Ort für ihre Wissenschaft“, freut sich die Rektorin des Hanse-Wissenschaftskollegs.

Der Neujahrsempfang wird auch gerne dazu genutzt, um zu verdeutlichen, wie vielfältig die Wissenschaftler und deren Projekte sind. Für die digitale Version hatte man vorab Interviews mit Fellows und Mitarbeitern des HWK aufgenommen. Eine seltene Ehre wurde im vergangenen Jahr einem ehemaligen Fellow zu teil. Nach David Thomas, Leiter der School of Ocean Sciences an der Bangor University und Professor für die Erforschung arktischer Ökosysteme an der Universität Helsinki wurde ein Gletscher benannt. Der Thomas-Gletscher ist rund 23 Kilometer lang und drei Kilometer breit und liegt auf der Antarktischen Halbinsel.

Abgerundet wurde der Neujahrsempfang durch musikalische Einlagen von Thorsten Encke, Lisa Werhahn und Sasha Davidovic. Passend dazu hatte das Lichtkünstlertrio „RaumZeitPiraten“ eine künstlerische Performance inszeniert.

Die „RaumZeitPiraten“ kreierten für den Empfang eine künstlerische Performance

Die „RaumZeitPiraten“ kreierten für den Empfang eine künstlerische Performance

Einen weiteren Vorteil hat der digitale Empfang. Man kann ihn jederzeit im Internet unter besuchen.

Ein Interview mit der HWK-Rektorin Prof. Kerstin Schill zum Corona-Jahr 2020 findet man hier

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