Noch führt das ehemalige Hastedter Eisstadion einen Dornröschenschlaf. Foto: Lenssen
Einsturzgefahr

Containerdorf im Eisstadion

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Die Grundschule Alter Postweg könnte auf die Brache am Jakobsberg umziehen.

Seit kurz vor den Osterferien ist der riesige viergeschossige Altbau der Grundschule Alter Postweg in großen Teilen gesperrt. Wegen Einsturzgefahr mussten die meisten der 200 Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 im ehemaligen Telekom-Gebäude an der Stresemannstraße unterkommen – morgens und nachmittags fahren Shuttlebusse. Sie bringen die Kinder zwischen beiden Standorten hin und her, solange Bauarbeiter und Handwerker damit beschäftigt sind, zumindest die akuten Schäden zu beseitigen. Nach Pfingsten sollen die Schüler wieder in ihre Klassenräume zurückkehren.

Dieser Zeitplan werde eingehalten, beteuern der Gebäudeeigentümer Immobilien Bremen und die Bildungsbehörde. Doch über eines sind sich alle Beteiligten im Klaren: Das Gebäude, das offensichtlich über Jahrzehnte nicht saniert wurde, muss grundlegend von oben bis unten ausgebessert werden – sofern es überhaupt noch zu retten ist.

Alternativen ausloten

Schon in den nächsten Tagen soll die Bestandsaufnahme beendet sein und Klarheit bringen. Fest steht jedenfalls: Bildungsbehörde und Immobilien Bremen müssen Alternativen ausloten, um für Kinder, Eltern und Lehrer mittelfristig einen geordneten Schulbetrieb unter guten äußeren Bedingungen sicherzustellen.

Das bedeutet: Die gesamte Schule muss vorübergehend umziehen. Das Bürogebäude an der Stresemannstraße, das die Stadt nur befristet gemietet hat, scheint jedenfalls nicht der geeignete Standort zu sein. Stattdessen könnte in relativ kurzer Zeit ein komplettes Containerdorf auf dem Jakobsberg entstehen: auf dem städtischen Gelände des ehemaligen Eisstadions am Hastedter Osterdeich auf der Höhe des Minigolf-Platzes.

Konkretere Pläne

Beim ersten „Runden Tisch zur Zukunft der Schule“ rissen die Betroffenen dieses Thema bereits kurz an, beim nächsten Treffen  wollen sie schon konkreter werden, wie und wo es für Lehrer und Schüler weitergehen soll.

Das frühere Eisstadion neben dem Sportplatz des Vereins BSC Hastedt liegt seit Jahren brach. Ein alter und maroder Gebäudetrakt, in dem die Fußballer ihre Umkleidekabinen haben, würde für das Projekt wohl gleich mit abgerissen und die Sportler bekämen für die Übergangszeit, die drei Jahre dauern könnte, ebenfalls Container.

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