Die Firma Toma Holzbau war bei der Erneuerung der Knüppelholzbrücke aktiv. Foto: pv
Hude

Erneuerte Tradition

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Die Knüppelholzbrücke ist fertiggestellt. Die Freigabe steht noch aus.

Eine lange Zeit war die Knüppelholzbrücke beim Huder Klosterensemble gesperrt. Nun hat man sie erneuert und man kann sie bald wieder als Fotomotiv nutzen. Nachdem man feststellte, dass das im Wasser stehende Traggerüst statisch in Takt ist und keiner Erneuerung bedurfte, hat man zum Ende 2020 eine Ausschreibung für die Brücke gemacht, bei der auch Toma Holzbau mitgemacht hatten.

Zunächst war die Firma aufgrund einer veralteten Rechtsgrundlage aus der Wertung genommen. Thomas Renken, Zimmerermeister bei Toma Holzbau und selbst Mitglied bei den Klosterfreunden, ließ das Projekt laut eigener Aussage keine Ruhe. „Also habe ich nachgebohrt und nicht locker gelassen, bis sich die Sache geklärt hat und doch alles okay war, so dass wir in der Wertung waren und dann auch den Zuschlag erhielten“, erzählt Renken.

Daraufhin habe er die beteiligten Unternehmen kontaktiert und das Projekt angeschoben. Man musste ein paar Vor- und Erdarbeiten übernehmen, was Renken bei den Gärtnern von Kimmen platzierte. Das Robinien-Holz stammt sogar aus dem Hasbruch und wurde in Kirchhatten von der Sägerei Stelter eingeschnitten. Begleitet und geplant wurde alles vom Planungsbüro Ingwa aus Oldenburg.

Das Ergebnis ist eine Brücke, die aus modernen Hilfsmitteln gepaart mit traditioneller Zimmererkunst entstand. Kritisiert wurde indes teils der Kostenrahmen. „Da muss man aufklären und verkünden, das wir zum einen unter den kalkulierten Kosten geblieben sind, da einige Aufgaben und „drumherum“ Maßnahmen vermieden werden konnten und zum anderen ist die planerische Komponente der Ingenieurbüros nicht zu unterschätzen, viel Zeit und Mühe wurde auch jenseits der Brücke dafür zugetan“, stellt Renken klar.

Die Brücke ist noch nicht wieder freigegeben, da noch die Abnahme mit der Denkmalbehörde aussteht und die Treppenstufen der Steintreppen die beidseitig zur Brücke führen noch befestigt und nachgerichtet werden sollen.

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