Genossen die erste Fahrt am Weserpark: (von links) Marketing-Manager Dennis Bastuck, Schausteller Sebastian Göbel, Centermanagerin Monika Mehrtens, Ulrich Schlüter, Helmuth Garber (Verein „Aktiv für Osterholz“), Erika Habekost und Sabine Schöbel (Hausleiterin Stiftungsdorf Ellener Hof). Foto: Schlie
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Sagenhafter Rundumblick

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Das Riesenrad am Weserpark ist eröffnet. Sieben Wochen lang besteht die Chance den Rundumblick zu genießen.

Es ist schon ein Erlebnis, wieder mit einem Riesenrad zu fahren. Erst recht, wenn Jahrmärkte und Volksfeste wie die Osterwiese oder der Freimarkt seit bald anderthalb Jahren ausfallen. Wer nicht auf den Beginn der Sommerwiese am 23. Juli warten mag, der sollte einen Abstecher in den Bremer Osten unternehmen. Denn vor dem Weserpark, Bremens größtem Shoppingcenter, dreht sich jetzt eines der größten transportablen Riesenräder. Anderthalb Monate wird es dort stehen.

Ein Riesenrad in vergleichbarer Größe gab es noch nie in Bremen. Das zeigt schon ein Blick auf die Gondeln, die rundum geschlossen sind und mit ihren leicht getönten Scheiben fast schon an die Kabinen von Seilbahnen in den Alpen erinnern.

Geschlossene Kabinen

„Ab einer Höhe von 50 Metern verwendet man bei Riesenrädern geschlossene Kabinen, weil sich viele Menschen in diesen Höhen ansonsten sehr unwohl fühlen würden“, berichtet Tobias Göbel, dessen Schaustellerfamilie das Hightech-Fahrgeschäft vor anderthalb Jahren für 10 Millionen Euro angeschafft hat.

Genau 70 Meter hoch ist der City Star und kommt damit dem Himmel und auch der Sonne schon ein ganzes Stück näher. Da die Kabinen mit Spezialglas ausgestattet sind, muss auch bei hohen Temperaturen niemand einen Sonnenbrand fürchten.

Klimatisierte Gondeln

Auch nicht, dass es in den Gondeln zu heiß und stickig werden könnte. Denn selbst bei 35 Grad Außentemperatur sind die Kabinen mit ihren Klimaanlagen auf angenehme 22 Grad reguliert, so dass man entspannt den Blick auf das Weserstadions, das Hemelinger Heizkraftwerk oder das Aalto-Hochhaus in der Vahr genießen kann, auch wenn sie viele Kilometern entfernt sind.

„Das ist sagenhaft. Toll, dass ich das noch erleben darf“, schwärmte Erika Habekost, die bereits bei einem Probelauf am vergangenen Freitag mitfahren dufte. Mit 86 Jahren war die Osterholzer Stadtteillegende und Trägerin des Bremer Bürgerpreises die Älteste der Ehrengäste. Zwar kann sie nicht mehr so gut sehen, aber die Erklärung der Details in der Ferne übernahm Ortsamtsleiter Ulrich Schlüter gern und konnte in bester Fremdenführermanier auch fast alle Entfernungen beisteuern.

Dom, Funkturm, Fischerhude

„Bis zum Dom sind es 12 Kilometer, bis zum Waller Funkturm 14 – tja, und bis zum Fallturm weiß ich es ehrlich gesagt nicht“, musste er zugeben. Dafür hatte sich Erika Habekost in luftiger Höhe bestens orientiert. „Da vorne ist Fischerhude und dahinten müsste Worpswede sein“, klärte sie Schlüter auf. Aber das Künstlerdorf könne man wohl nur erahnen.

Bis zum 8. August ist das 70 Meter hohe Riesenrad City Star am Weserpark jeden Tag (auch sonntags) von 11 bis 21 Uhr im Einsatz. Eine Fahrt entspricht vier Runden, dauert 10 bis 15 Minuten und kostet für Erwachsene 9 Euro. Schüler, Studenten, Schwerbehinderte zahlen 8 Euro, Kinder von 3 bis 11 Jahre 5 Euro. Kinder unter drei Jahren fahren gratis.

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