Das Vorzeige-Objekt des Bremer Unternehmers Kurt Zech in der Überseestadt. Im September soll es bezogen werden. Foto: Schlie
Immobilienmesse

Bremer werben in Cannes

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Gegen Hamburger Konkurrenz: Investoren für die City und die Überseestadt in Cannes gesucht.

Eigentlich wollte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt in dieser Woche in Cannes auftreten, nicht auf dem internationalen Filmfestival. Die Kino-Stars kommen erst im Mai in die südfranzösische Stadt. In dieser Woche richtet Cannes die Mipim aus, eine der größten und wichtigsten Immobilienmessen der Welt. Rund 3.100 Aussteller wollen dort 26.000 Besucher, darunter 5.400 Investoren, für ihre Projekte begeistern.

Vogt muss aus Termingründen zwar absagen, aber Bremer Unternehmer präsentieren sich dort. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) stellen vier Firmen aus der Hansestadt im „German Cities and Regions Pavilion“ aus, den sie sich mit Hannover, Leipzig, Nürnberg und der Region Rhein-Neckar teilen. Rund 34.000 Euro kostet Bremen die Aktion, den größten Teil übernehmen die vier Unternehmen.

Fünf Städte und Regionen

Die fünf Städte und Regionen des „Regions Pavilions“ zeichneten sich „durch hohe Transaktionsvolumina, niedrige Leerstandsraten und steigende Spitzenmieten in Top-Lagen“ aus, werben sie in einer gemeinsamen Mitteilung. Da mag mancher Bremer sich wenig wundern. „Die hohe Standorttreue von Unternehmen und Mietern, die B-Standorte typischerweise auszeichnet, sorgt zusätzlich für Planungssicherheit“, schwärmen die Fünf für sich.

Bremen zeigt in Cannes vor allem Vorhaben für die Innenstadt und die Überseestadt, die als „eines der größten städtebaulichen Projekte und eines der herausragenden Hafenrevitalisierungs-Projekte Europas“ angepriesen wird.

Bremer präsentieren sich

Neben der Zech Group präsentiert sich unter dem Bremer Logo die Deutsche Logistik Holding (DLH), Robert C. Spies und das Europa Center. Spies und DLH stellen auch am Hamburger Stand aus. Die Elbmetropole hat nämlich einen eigenen und wollte sich wohl nicht neben Bremen, Leipzig und Nürnberg einreihen. Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt lädt dort sogar zum Champagnerempfang ein.

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