Am Millerntor treffen der Tabellendritte und der aktuelle Spitzenreiter aufeinander. Foto: Nordphoto Beim 1:1 im Hinspiel – hier Werders Nachwuchshoffnung Oscar Schönfelder – war St. Pauli in der Nachspielzeit der mögliche Siegtreffer wegen Handspiels nicht anerkannt worden. Foto: Nordphoto
Am Millerntor

Treffen der Favoriten

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Der Spieltag hat es in sich: Die Top-Sechs der 2. Liga spielen untereinander und Werder beim FC St. Pauli.

28 Spieltage in der 2. Fußball-Bundesliga sind absolviert. Während im Oberhaus nach der gleichen Zahl die Meisterschaft schon so gut wie entschieden ist (selbst wenn Bayern München wegen des Wechselfehlers in Freiburg noch drei Punkte verlieren sollte), ist in Liga 2 das Aufstiegsrennen nach wie vor völlig offen. Nicht nur angesichts der winzigen Punktabstände, sondern auch, aufgrund der zahlreichen direkten Duelle der Aufstiegskandidaten untereinander. So sind an den verbleibenden sechs Spieltagen, durch ein einziges Ergebnis richtig viel Bewegung und Positionswechsel innerhalb des Klassements möglich.

Tiefer platzierte Teams mit Heimrecht

Schon der Spieltag am kommenden Wochenende hat es in sich, wenn die ersten Sechs der Tabelle aufeinandertreffen und immer die jeweils tiefer platzierte Mannschaft Heimrecht genießt: Heidenheim (punktgleich mit Platz 6) gegen Schalke (4.), Nürnberg (5.) gegen Darmstadt (2.) und sowie der Nord-Knaller: St. Pauli (3.) gegen Spitzenreiter Werder Bremen (Samstag, 13.30 Uhr, Millerntor).

Bilanz angekratzt

Für die Gäste ist es das Spiel nach der Enttäuschung gegen Sandhausen, als die Grün-Weißen trotz 40.000 Fans im Rücken und 21:3 Torschüssen nicht über ein 1:1 hinauskamen. Doch nicht nur die Bremer, die von ihren vergangenen sechs Ligaspielen nur drei gewinnen konnten (plus 2 Remis und eine Niederlage) gehen mit einer etwas angekratzten Bilanz ins Rennen.

Erst gefeiert, dann Polster verspielt

St. Pauli hat es in den vergangenen Monaten noch viel härter erwischt. Als Wintermeister und beste Mannschaft der Kalenderjahrs waren sie 2021 noch gefeiert worden. Angesichts des Punktepolsters und der guten Form der Kiezkicker schien deren Aufstieg fast schon vorprogrammiert, doch in den vergangenen 12 Ligaspielen gelangen den Hamburgern nur vier magere Siege.

Personell viele Fragezeichen

Mager war zuletzt auch der Blick auf Werders personelle Möglichkeiten. Diese könnten sich rechtzeitig zum Topspiel aber wieder verbessern. Die zuletzt verletzt ausgefallenen Defensivleute Ömer Toprak, Marco Friedl, Milos Veljkovic und Mitchell Weiser werden ab dem heutigen Mittwoch zumindest anteilig wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Mit Manuel Mbom (Sprunggelenk) und Felix Agu (muskuläre Probleme) sind allerdings zwei neue Wackelkandidaten auf Seiten des Tabellenführers für Samstag dazu gekommen.

Restprogramm im Aufstiegsrennen

Spitzenreiter: Werder Bremen (52 Punkte, Tordifferenz +15): 9.4. FC St. Pauli (A), 1. FC Nürnberg (H), FC Schalke 04 (A), Holstein Kiel (H), Erzgebirge Aue (A), Jahn Regensburg (H)

2. SV Darmstadt 98 (51 Pkt., Diff. +21): Nürnberg (A), Schalke (H), St. Pauli (A), Aue (H), Düsseldorf (A), Paderborn (H)

3. FC St. Pauli (51 Pkt., Diff. +15): Werder (H), Sandhausen (A), Darmstadt (H), Nürnberg (H), Schalke 04 (A), Düsseldorf (H)

4. Schalke 04 (50 Pkt., Diff. +22): Heidenheim (H), Darmstadt (A), Werder (H), Sandhausen (A), St. Pauli (H), Nürnberg (A)

5. 1. FC Nürnberg (46 Pkt., Diff. +4): Darmstadt (H), Werder (A), Sandhausen (H), St. Pauli (A), Kiel (A), Schalke (H)

6. Hamburger SV (45 Pkt., Diff. +22): Der HSV siegte am Dienstag 4:0 im Nachholspiel gegen Aue, Kiel (A), Karlsruhe (H), Regensburg (A), Ingolstadt (A), Hannover (H), Rostock (A)

7. 1. FC Heidenheim (45 Pkt., Diff. +1): Schalke (A), Aue (H), Kiel (A), Düsseldorf (H), Regensburg (A), Karlsruhe (H)

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