Vorstandsmitglied Jan Mackenberg benannte drei Standorte, die geschlossen werden sollen. Foto: Roskamp
Osterholz-Scharmbeck

Rechnung mit besseren Zeiten

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Volksbank präsentierte auf Vertreterversammlung Ergebnisse von 2021

Auch an der Volksbank Osterholz Bremervörde ist die Corona Pandemie nicht spurlos vorübergegangen. Dieser Tatsache stellte man sich auf der 47. Vertreterversammlung am vergangenen Donnerstagabend. Vorstandsmitglied Jan Mackenberg leitete den Bericht des Geschäftsjahres 2021 etwa mit den Worten ein: „Wir blicken aktuell auf eine wirtschaftlich unsichere Situation mit einem sehr dynamischen Zinsumfeld, weiter anhaltender politischer und gesundheitlicher Krisen sowie einem sehr stark veränderten Kundenverhalten.“

Drei Standorte sollen geschlossen werden. Diese sind Osterholz, Heilshorn und Hesedorf. Darüber hinaus sollen am Standort Vollersode nach einer Umwandlung nur noch Beratungen möglich sein. In Hinsicht auf die Schließungen habe man sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, so Mackenberg. „Trotz der vorgenannten Schließungen der Geschäftsstellen bleiben wir vor Ort und in der Region“, versicherte er.

Mackenbergs Vorstandskollege Michael Kersting präsentierte die wirtschaftliche Entwicklung der Volksbank im Jahr 2021. Er stellte eingangs klar: „Unsere Volksbank Osterholz Bremervörde hat sich auch unter der Corona-Pandemie erneut als verlässlicher Partner vor Ort und in der Region präsentiert und Marktanteile weiter ausgebaut.“ Die Bilanzsumme habe ihr Wachstum der vergangenen Jahre in konstanter Weise fortgesetzt. Die Steigerung beträgt 101,6 Millionen Euro, was 6,6 Prozent an Wachstum entspricht. Das Kundenwertvolumen ist um 246 Millionen Euro (7,58 Prozent) gestiegen. Das Kundenanlagevolumen ist um 195,1 Millionen Euro (10,6 Prozent) gestiegen. Kersting sprach von einem „stattlichen“ Zuwachs.

In Bezug auf die Gewinn- und Verlustrechnung für 2021 sagte Kersting: „Die stärkste Ertragssäule unserer Bank ist nach wie vor das zinsabhängige bilanzwirksame Geschäft. Wir als Bank leiden unter dem niedrigen Zinsniveau und dem Druck auf die Zinsmarge.“ Der Zinsüberschuss habe sich durch Negativzinsen und durch die Corona Pandemie um 718.000 Euro verringert.

Die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr sei jedoch zufriedenstellend. Der zusammengefasste Prüfungsbericht fand hierzu klare Worte. „Nach der Ergebnisvorschaurechnung rechnet die Bank für das laufende Geschäftsjahr mit einem verbesserten Betriebsergebnis vor Bewertung“, hieß es da.

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