Wollen nach der Rückkehr in die 1. Liga auch in der kommenden Saison gemeinsam jubeln: Marco Friedl (li.) und Arnd Zeigler. Foto: Nordphoto Sein Herz schlägt grün-weiß, an der Weser bejubelt er Erfolge und sein Herzensverein ist Werder Bremen. Aber Fair-Play gehört für Arnd Zeigler (re.) bei seinem Job als Stadionsprecher genauso dazu. Dafür wurde der 57-Jährige – hier mit dem neuen Werder-Kapitän Marco Friedl – jetzt vom DFB ausgezeichnet: Als fairster Profi. Foto: Nordphoto
Zweimal große Ehre

Erster Titel für Werder

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Stadionsprecher Arnd Zeigler vom DFB mit Fair-Play-Preis ausgezeichnet und Marco Friedl ist neuer Kapitän.

Eine offizielle Auszeichnung des DFB zu erhalten, ist schon etwas Besonderes. Wenn es sich dann auch noch um eine Anerkennung handelt, die nicht an einen millionenschweren Kicker geht, sondern an Menschen im Umfeld der großen Fußball-Show, dann ist es umso schöner.
Werders Stadionsprecher Arnd Zeigler ist solch eine Ehre zuteil geworden. Der 57-Jährige wurde nämlich mit dem Fair-Play-Preis des Deutschen Fußball-Bundes ausgezeichnet.

Fans und aufgeladene Stimmung beruhigt

Zeigler hatte 2021, beim Zweitliga-Heimspiel gegen den Hamburger SV, als Stadionsprecher im Weserstadion die Aberkennung eines Freistoßtreffers von Marvin Ducksch sachlich erläutert, dadurch die aufgebrachten Werder-Fans beschwichtigt und das auch auf den Rängen emotionsgeladene Derby so wieder beruhigt.

Auslöser war eine fast unbekannte Regel

Was war vorausgegangen? Werder lag zurück, war durch eine frühe Rote Karte zudem bereits dezimiert, als Ducksch mit einem direkt verwandelten Freistoß der vermeintliche Ausgleich gelang. Schiedsrichter Sascha Stegemann erkannte den Treffer jedoch nicht an, da Mitchell Weiser sich zuvor noch auf den letzten Drücker in die Hamburger Drei-Mann-Mauer gestellt hatte, anstatt einen Mindestabstand von einem Meter zu halten. Seit der Saison 2019/2020 gilt diese Regel. Da sie zuvor aber fast nie angewendet wurde – entweder weil die Profis sich an die Vorgabe hielten oder der Schiri noch vor Freistoß-Ausführung den Spieler von der Mauer wegdirigierte – war die Regel bei den meisten Fans völlig unbekannt.

Am Montag Pokalspiel in Cottbus

Zeigler, bundesweit bekannt für die wöchentlich im WDR ausgestrahlte Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ erhielt den jährlich verliehenen Preis in der Kategorie „Fairster Profi“.
Freude also bei Werder, dass kurz vor Saisonbeginn ein erster und unerwarteter Titel bereits bei den Grün-Weißen gelandet ist. Doch ein Sieg im ersten Pflichtspiel der wäre den Verantwortlichen wohl noch ein bisschen wichtiger. Am kommenden Montag gastiert der Erstligaaufsteiger in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals bei Energie Cottbus (Anstoß 18 Uhr).

Große Freude „über das Vertrauen der Jungs“

Marco Friedl wird die Grün-Weißen dann auch erstmals offiziell als Kapitän aufs Feld führen. Der 24-Jährige wurde von seinen Teamkollegen gewählt. Für ihn eine absolute Ehre: „Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Jungs. Es ist für mich eine große Verantwortung diesen Verein auf und neben dem Platz zu vertreten“, so der österreichische Nationalspieler.

Mannschaftsrat fast unverändert

Als Vize-Kapitän wurde Milos Veljkovic gewählt. Zum fünfköpfigen Mannschaftsrat gehören außerdem Leonardo Bittencourt, Niclas Füllkrug und Christian Groß.
„Ich denke, wir haben einen Mannschaftsrat, in dem sich die unterschiedlichen Charaktere der Mannschaft widerspiegeln“, kommentiert Trainer Ole Werner über das Gremium, das fast identisch mit dem der vergangenen Saison ist. Lediglich Friedl, der den abgewanderten Toprak ersetzt, ist neu.

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