Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt lobt die Zusammenarbeit zwischen den Regionen Zuid-Holland und Bremen, die in Zukunft noch ausgebaut werden soll. Foto: Neeland
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Bremen unterwegs zum Mond

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Die Hansestadt kann die internationale Raumfahrt vorantreiben.

Bremen ist im Weltall – das Service Model, das mit der Trägerrakete Space Launch System auf dem Weg zum Mond ist, trägt nicht nur den Namen Bremen, es wurde auch in Bremen entwickelt, im hiesigen Airbus-Werk.

Ohne dieses Modul wäre der Flug zum Mond und zurück zur Erde nicht möglich. Es versorgt die Astronautenkapsel mit dem nötigen Antrieb, mit Energie, der Luft zum Atmen sowie mit Wasser. Zudem reguliert die Bremer „Auf die Leistungen der Bremer Raumfahrt können wir zu Recht stolz sein“, sagt Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt.

40 Tage im All

Die europäisch-amerikanische Mondmission Artemis 1 soll rund 40 Tage dauern und fliegt jetzt noch ohne Besatzung. Der zweite Flug ist mit vier Astronautinnen und Astronauten für das Jahr 2024 geplant. Mit dem dritten Flug soll die erste Frau auf dem Mond landen.

Wie wichtig Bremen für die Raumfahrt ist, beweist die Space Tech Expo Europe. Zu dem Branchentreffen kamen in dieser Woche rund 500 Raumfahrtunternehmen und 5.000 Expertinnen und Experten nach Bremen.

Chance für Start Ups

In der Hansestadt sitzen führende Systemhäuser, neben Airbus beispielsweise auch OHB. „Aber auch diese Unternehmen brauchen Zulieferer, arbeiten mit Forschungsinstituten. Das ist eine tolle Ansiedlungsmöglichkeit für Unternehmen und Start Ups in Bremen“, meint die Senatorin. Allein die Ariane Group Bremen beschäftige über 1.000 Zulieferer.

Die Space Tech Expo sei vor allem ein wichtiges Signal für Startups in Bremen, um Unterstützung zu bekommen. „Und zwar nicht nur finanziell, sondern auch vor allem zum Kontakteknüpfen und um Teil der Branche zu werden“, sagt Vogt. Für sie sei die Raumfahrt einer der Krisenlöser der Zukunft. „Vom Weltall können wir beispielsweise sehen, wo es noch Wasservorräte gibt, was beim Klimawandel eine große Rolle spielt“, erklärt Vogt.

Zusammenarbeit stärken

In den kommenden Jahren sollen, beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Region Zuid Holland, Pilotprojekte starten und die Digitalisierung und Materialforschung vorangetrieben werden.

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