Das Rotheo ist seit Montag für Gäste geöffnet. Das Rotheo hat am Montag eröffnet und seinen ersten Tag gut überstanden. Foto: Schlie
Quartiersentwicklung

Martinsclub versorgt mit neuem Bistro Kattenturm

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In Kattenturm hat diese Woche ein besonderes Bistro eröffnet. Das Rotheo wird vom Martinsclub betrieben und soll gleichzeitig Treffpunkt und Nahversorger für die Menschen im Stadtteil sein. Die Premiere ist geglückt.

Die Rotheo-Mitarbeiter hatten am ersten Betriebstag gut zu tun. Seit Montag ist das Bistro des Martinsclubs am Sonnenplatz montags bis freitags geöffnet.

Karin Nienburg und Mariechen Czeninga haben es sich schmecken lassen. „Die Kartoffelsuppe war sehr reichhaltig und lecker“, urteilt Karin Nienburg. Sie ist am Montag mit gemischten Gefühlen ins Bistro Rotheo gekommen.

Bistro Rotheo löst Mittagstisch der Heimstiftung ab

Neugierig auf das neue Lokal einerseits, aber auch etwas wehmütig. Bisher hat die Rentnerin nämlich regelmäßig am Mittagstisch der Bremer Heimstiftung teilgenommen. „Beim letzten Essen am Freitag waren wir schon etwas traurig“, sagt sie.

Das Mittagstischangebot der Heimstiftung sei von vornherein eine Übergangslösung gewesen, sagt Rotheo-Geschäftsführer Moritz Muras. Die vier Mitarbeiter seien nun im neuen Martinsclub-Bistro beschäftigt. „So erklärt sich auch die große Belegschaft.“

Große Erwartungen an das neue Lokal

Neben sechs Mitarbeitern im Kernteam sorgen acht geringfügig Beschäftigte dafür, dass wochentags von 8 bis 18 Uhr immer frische Brötchen, Kuchen und Mittagsgerichte bereit stehen.
Nicht nur der Martinsclub selbst hat große Erwartungen an das Rotheo.

„Im Stadtteil gibt es wenig Nahversorgung“, sagt Muras. Dort, wo seine Mitarbeiter heute kochen, war früher eine Bäckerei. Gleich nebenan, wo heute die Gäste speisen, gab es mal einen Kiosk. Angebote wie diese soll das Rotheo ersetzen und gleichzeitig Treffpunkt für Menschen aus dem Stadtteil sein.

250.000 Euro investiert

Die Brebau hat den Umbau der Immobilie genommen, den Innenausbau hat der Martinsclub mit Hilfe von der Aktion Mensch und dem Programm Soziale Stadt für 250.000 Euro gestemmt.
„Wir haben keine feste Zielgruppe“, sagt Muras. Im Umfeld würden natürlich viele ältere Menschen leben.

Der Geschäftsführer hofft aber auch auf Besucher, die im Umfeld arbeiten – zum Beispiel Klinikpersonal, das mal einen Tapetenwechsel von der eigenen Cafeteria gebrauchen kann.

Täglich wechselnder Mittagstisch und Suppen

Die beiden Mittagsgerichte –am Eröffnungstag gab es Putengeschnetzeltes mit Nudeln und Kartoffelgratin – wechseln täglich, die beiden Suppen wöchentlich. Und an diesen haben sich am ersten Tag die Geister geschieden. „Die Tomatensuppe war einigen doch zu scharf“, sagt Service-Leiterin Caty Regineri. Dafür war die Kartoffelsuppe schon mittags fast leer.

Die Premierenbesucher Karin Nienburg und Mariechen Czeninga wollen jedenfalls wiederkommen. Und sie haben auch schon Anregungen. „Abends will man auch mal was essen“, sagt Karin Nienburg. Sie wünscht sich deshalb schon jetzt längere Öffnungszeiten, gern auch am Wochenende. „Man will ja auch mit seinem Besuch mal wohin gehen.“

Längere Öffnungszeiten denkbar

Sonntags im Rotheo essen, das kann sich auch Mariechen Czeninga gut vorstellen. „Gerade da haben schließlich viele keine Lust, selbst zu kochen.“

Bisher ist das Bistro montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geöffnet. „Irgendwo mussten wir schließlich anfangen“, sagt Moritz Muras. Dass die Öffnungszeiten irgendwann ausgeweitet werden, schließt er nicht aus. Aber: „Gerade am Anfang wollen wir uns nicht überfordern.“

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