„Einstimmig“ und „einhellig“ sei das Ergebnis gewesen, zu dem das Gremium am Dienstag kam. Unter dem Vorsitz des Hamburger Architekten Prof. Bernhard Winking suchte man nach einem angemessenen Antlitz für den Neubau des ehemaligen Kauhaus „Harms am Wall“. Dieses wurde 2015 durch ein Feuer zerstört.
Ein Bremer wurde es
Die zwölfköpfige Jury, der unter anderem Senatsbaudirektorin Iris Reuther, Gebäudeeigentümer Marco Bremermann und weitere Bau- und Architekturexperten aus dem Stadt-, Privat- und Hochulsektor angehören, wählten aus qualitativ hochwertigen und anonym eingereichten Vorschlägen von fünf Architekturbüros, den Entwurf des Bremer Architekturkollektivs um Frank Püffel.
Startschuss ungewiss
„Eine hochwertige, elegante und gut gegliederte Fassade“, freut sich Senatsbaudirektorin Reuther. Aus hochwertigem Sandstein werde sich das neue Gebäude Am Wall präsentieren, dann auch beidseitig zur Herdentorwallstraße.
In Zukunft solle zudem eine zweigeschössige Passage die Museumstraße mit dem Wall verbinden. Wie weit entfernt diese Zukunft ist, lässt sich zurzeit nicht sagen. Die verkohlten Überreste stehen jedenfalls noch.
Bauherr Marco Bremermann war zum Redaktionsschluss nicht erreichbar. „Eine Abrissgenehmigung liegt bereits vor“, sagt Jens Tittmann, Sprecher des Bremer Bauressorts. Der nächste Schritt sei dann die Stellung eines Bauantrags. „Doch wann diese erfolgt ist Sache des Bauherrn“, so Tittmann.