Wassermühle Heiligenrode Die Wassermühle ist eines der Wahrzeichen, für die Heiligenrode bekannt ist. Foto: AV
Stuhr

Heiligenrode: „Reisegarten wollen alle haben“

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Die Projektgruppe „Naherholung“ der WiN-Region entwickelt sogenannte Reisegärten, um mehr Besucher in die Gemeinden zu locken. Für Stuhr soll ein solcher Rastplatz in Heiligenrode entstehen.

Das restaurierte Wassermühlenensemble am Klosterbach, die Klosterkirche St. Marien und der anliegende Naturpark Wildeshauser Geest – Heiligenrode hat viele Wahrzeichen für Touristen zu bieten.

Nun kommt ein weiteres hinzu: Das entwickelte Projekt „Reisegarten“ soll als Rastplatz und Treffpunkt dienen.

Tourismus fördern

Die „Wir im Norden“ (WiN)-Region der Gemeinden Bassum, Stuhr, Syke, Twistringen und Weyhe möchte den Tourismus fördern. „Ziel ist es, Projekte zu entwickeln, die in allen fünf Gemeinden umgesetzt werden können“, erklärt Andrea Kelp, Mitglied der Projektgruppe „Naherholung“.

In einer Sitzung kam die Idee des Reisegartens auf. Radfahrer, Ausflügler und Einheimische sollen ihn als Rastplatz und Treffpunkt nutzen. „Den Reisegarten wollen alle haben“, beschreibt Kelp die positive Rückmeldung der Gruppenmitglieder.

Ausschuss spricht sich dafür aus

Auch der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt sprach sich dafür aus. „Die Mitglieder haben einstimmig beschlossen, das Projekt durchzuführen“, sagt Hayo Giesecke, Leiter der Verwaltung Bau, Recht und Ordnung.

Am vergangenen Mittwoch legten die Organisatoren das Konzept dem Verwaltungsausschuss vor.

30.000 Euro Kosten für die Mühlenwiese

Die Gesamtkosten für die Reisegärten betragen rund 157.000 Euro, für die Mühlenwiese sind es rund 30.000.

Um das Projekt finanzieren zu können, reichte die Gruppe bereits einen Fördergeldantrag beim Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium ein. „Ich bin mir nicht sicher, ob das Projekt ohne die Mittel umgesetzt werden kann“, sagt Kelp.

Mit den Landesmitteln sollen 63 Prozent der Kosten gedeckt werden. Der Eigenanteil der Gemeinde Stuhr beträgt 11.000 Euro und soll im Haushalt 2018 eingestellt werden.

Problem der Entwässerung

Im Rahmen der Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses kam die Frage nach der Entwässerung der Wiese auf, da diese nach Regen matschig sei. „Dies ist nicht lösbar“, sagt Giesecke. Der Grund seien zu hohe Kosten, da der komplette Boden ausgetauscht werden müsste.

Trotzdem kam aufgrund von Heiligenrodes Wahrzeichen einzig die Mühlenwiese als Standort in Frage.

Standartelemente zur Kennzeichnung

Um den Platz von anderen Rastplätzen hervorzuheben, sollen Standardelemente ihn kennzeichnen: Bereits in Planung sind unter anderem Infotafeln, ein Logo und der besonders geformte „Weyher Fahrradbügel“ zum Fahrräder abstellen.

Ein Bassumer Künstler gestaltet außerdem multifunktionale Liegebänke sowie eine Schutzhütte, die mit verstellbaren Sitzbänken ausgestattet ist. „Die kann man bei schlechtem Wetter reindrehen“, erklärt Kelp.

Kein Kinderspielplatz

Bei dem „Naturkunstparkplatz“ können Besucher laut der Projektmitarbeiterin „aus Naturmaterialien Landschaften basteln“.

Für Kinder wird es vorerst das einzige Angebot sein. „Es soll kein Kinderspielplatz werden“, betont sie.

Umsetzung für 2018 geplant

Der Heimatverein Heiligenrode plant, eine Bühne zu errichten. Bei Nichtbenutzung klappt man sie um – und ein Grillplatz kommt zum Vorschein. Und was nicht fehlen darf: Der Verein stellt Steckdosen zum Laden von Pedelecs, E-Bikes und Smartphones sowie WLAN zur Verfügung.

Bei Genehmigung der Mittel soll die Umsetzung des Projekts Reisegarten 2018 sein.

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