Ein Schlepplift bringt die Ski- und Snowboardfahrer auf den 30 Meter über Null liegenden Gipfel. Foto: Mader
Ausflug-Tipp

Snow Dome Bispingen: im Sommer auf die Piste

Von
Die Luft über dem Asphalt flimmert, die Kleidung klebt, die Sonne knallt. Bei 30 Grad im Schatten ist auch ein Ausflug in Freizeitparks oft zu anstrengend. Eine Abkühlung muss her - und die gibt es in Bispingen.

 „Der Snow Dome bringt österreichisches Lebensgefühl und Schneequalität in den Norden“, sagt Geschäftsführer Julian Steffen. Dieses Lebensgefühl spürt der Besucher schon beim Eintreten: Ein Bergsteiger klettert an einer Felswand hinauf, eine Ziege beobachtet ihn, während eine Kuh die Besucher anstiert.

Anstatt nach oben, wie für den Bergsteiger, geht es für die Wintersportler in die untere Etage. Wer keine Ausrüstung mitbringt, kann sie sich gegen eine Gebühr leihen. Ist viel los, kann dies aber einige Zeit dauern.

Bequem rauf per Sessellift 

Im Anschluss geht es endlich in die Halle: Die Lufttemperatur beträgt zwischen angenehmen minus zwei bis minus vier Grad. Je nach Betrieb bringen ein Teller-Schlepplift oder ein bequemer Sechser-Sessellift die Besucher auf den Gipfel, der rund 30 Meter über Null liegt. Oben angekommen, wird die Skibrille noch einmal justiert und dann geht es auf einer der drei Pisten hinab.

Sie ist 300 Meter lang, mit anfangs rund 20 Prozent Gefälle. Bei der rechten Strecke geht es gerade runter, ohne Hindernisse und Schwierigkeiten. Sie ist ideal, um Sicherheit zu gewinnen. Drehungen und Kunststücke können auf dem linken sogenannten Funpark geübt werden.

Schnee, der nicht pappt

Wer weder Ski- noch Snowboardfahren möchte, kann sich mit Zipflbob oder Schlitten auf der mittigen Rodelbahn vergnügen. Für Anfänger wartet seitlich der Pisten ein 40 Meter breiter Anfängerhügel, zu dessen Spitze ein Transportband führt.

Es ist sehr angenehm, auf dem künstlichen Schnee zu fahren, denn er pappt nicht. „Wir haben eine extrem gute Schneequalität“, bestätigt der Geschäftsführer. Je später am Tag man die Piste betritt, desto eisiger wird die Fläche jedoch. „Die Gäste kommen im Winter“, berichtet Steffen. „Von November bis März haben wir zirka 1.000 Leute pro Tag.“

Bayern-Pop beim Essen

Für Einsteiger sind die Pisten ideal, um den Sport auszuprobieren und Sicherheit zu gewinnen. An ein Skigebiet kommt die Halle jedoch nicht heran, und wer etwas Anspruchsvolles sucht, sollte lieber für einen Skiurlaub sparen.

Wer sich nach dem Erlebnis stärken möchte, kann dies zu einer seltsamen Mischung aus bayerischer und Popmusik im hauseigenen Restaurant tun. Auf der Speisekarte stehen Gerichte wie Leberkäs, Kaiserschmarrn und Münchner Weißwürstl, das Wasser wird in einem Bierhumpen serviert.

Der Salat war frisch und lecker, die Kässpätzle wurden aber nur lauwarm serviert, und sie verschwanden in einer Schmelzkäsezubereitung. Der Preis von 12.90 Euro entspricht nicht der Qualität des Essens.

Teile jetzt den Artikel

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren...